Weidehaltung unter Agri-PV: Vorteile & Praxis
Weidehaltung unter Agri-PV bezeichnet die Kombination von Photovoltaik-Stromerzeugung mit der Beweidung der Fläche durch Nutztiere wie Schafe, Rinder, Ziegen oder Geflügel. Die Module dienen den Tieren als Wetterschutz vor Hitze, Starkregen und Hagel – gleichzeitig übernehmen die Weidetiere die natürliche Pflege des Grünlands. Geregelt ist die Weidenutzung in der DIN SPEC 91434 als Kategorie 1D bzw. 2D mit speziellen Anforderungen an Anlagenhöhe und Tierschutz.
Inhaltsverzeichnis
Weidehaltung unter Agri-PV auf den Punkt gebracht
- Doppelnutzung mit Tierwohl-Plus: Schafe, Rinder oder Geflügel weiden unter den Modulen und profitieren vom Schatten
- Reduzierter Hitzestress: Studien belegen niedrigere Körpertemperatur und Atemfrequenz bei Milchkühen unter PV-Modulen
- DIN SPEC 91434 als Rahmen: Kategorie 1D (mit lichter Höhe) und 2D (bodennahe Systeme) regeln die Weidenutzung
- OPEX-Senkung: Schafe übernehmen die natürliche Pflege der Grünfläche – Mähkosten entfallen
- Praxiserprobt: Schafhaltung ist Standard, Rinderhaltung (Cow-PV) im Wachstum, Geflügel rechtlich noch in Klärung
Was bedeutet Weidehaltung unter Agri-PV?
Weidehaltung unter Agri-PV beschreibt die kombinierte Nutzung einer Fläche für die Photovoltaik-Stromerzeugung und die Beweidung durch Nutztiere. Anders als bei Ackerflächen, auf denen die Bewirtschaftung zwischen oder unter den Modulen stattfindet, leben und fressen die Tiere bei der Weidehaltung dauerhaft im PV-System. Damit gehört diese Form zu den am intensivsten genutzten Agri-PV-Varianten.
Die DIN SPEC 91434 unterscheidet zwei Kategorien mit Weidenutzung: Kategorie 1D beschreibt Anlagen mit lichter Höhe (mindestens 2,10 m), unter denen Rinder, Schafe, Ziegen oder Geflügel direkt grasen können. Kategorie 2D umfasst bodennahe Systeme, bei denen die Tiere zwischen den Modulreihen weiden. Für beide Varianten gilt: Der landwirtschaftliche Hauptzweck muss erhalten bleiben, der Flächenverlust ist begrenzt (10 % bei hochgeständerten, 15 % bei bodennahen Systemen).
Aktuell sind Schafe unter Freiflächenanlagen bereits ein gängiges Bild – allerdings meist als reine Beweidung im Solarpark, nicht als gleichberechtigte landwirtschaftliche Hauptnutzung. Echte Agri-PV mit Weidehaltung stellt höhere Anforderungen an Planung, Tierhaltung und Anlagendesign.
Welche Tierarten eignen sich für Agri-PV?
Schafe – die Klassiker
Schafe gelten als die am besten geeignete Tierart für die Weidehaltung in PV-Anlagen. Sie sind klein genug, um auch bei geringer lichter Höhe ab 80 cm an der Modulunterkante problemlos zu grasen. Eine Studie der Universität Göttingen aus dem Jahr 2026 belegt, dass Schafe die Schattenbereiche unter den Modulen aktiv aufsuchen und davon insbesondere an heißen Tagen profitieren. Bemerkenswert: Das Gras unter den Modulen wies in der Studie sogar einen höheren Rohproteingehalt auf als auf unbeschatteten Flächen.
Rinder – die nächste Generation (Cow-PV)
Die Rinderhaltung unter Agri-PV ist ein junges Feld – wird häufig als Cow-PV bezeichnet. Rinder benötigen aufgrund ihrer Größe Kategorie-I-Systeme mit einer Achshöhe deutlich über 2,10 Metern, oft 4 Meter und mehr. Wichtige Praxisaspekte:
- Verstärkter Schutz der Modulkanten und Pfosten gegen Reibung durch die Tiere
- Elektrische Weidezäune entlang der Modulunterkante als Reibeschutz
- Sorgfältig hochgebundene und verbisssichere Kabelführung
- Höhere Investitionskosten durch verstärkte Unterkonstruktion und größere Reihenabstände
Geflügel – mit rechtlichen Fragezeichen
Bei Legehennen, Masthühnern und Gänsen ist das ökologische Potenzial enorm: Die Module bieten Schutz vor Greifvögeln und reduzieren den Hitzestress erheblich. Die geforderte lichte Höhe ist mit 45 cm (Hühner) bzw. 120 cm (Gänse) gering. Allerdings ist die EEG-Förderfähigkeit von Geflügelhaltung in Agri-PV-Systemen aktuell umstritten, da die Auslaufnutzung nicht uneingeschränkt als Weidehaltung im Sinne der DIN SPEC anerkannt wird.
Welche Vorteile bietet die Weidehaltung unter Agri-PV?
Tierwohl als zentraler Mehrwert
Der größte wissenschaftlich belegte Vorteil liegt im Tierwohl. Die Module wirken als ganzjähriger Wetterschutz:
- Hitzeschutz im Sommer: Reduzierte Körpertemperatur und Atemfrequenz bei Milchkühen, niedrigere Stressindikatoren bei Schafen
- Schutz vor Starkregen und Hagel: Module fungieren als Dach
- UV-Schutz: Reduzierte direkte Sonneneinstrahlung schont insbesondere helle Tiere
- Wind- und Wetterschutz: Geringere Windgeschwindigkeiten unter den Modulen verbessern das Mikroklima für Tier und Pflanze
Wirtschaftliche Vorteile
Die Weidehaltung unter Agri-PV bietet dem Tierhalter mehrere Hebel:
- Zusätzliche Pachteinnahmen für die Bereitstellung der Fläche
- Erhalt der landwirtschaftlichen Hauptnutzung – die Tierhaltung bleibt das Betriebsstandbein
- Stabilere Erträge durch Wetterschutz – weniger Hitzestress bedeutet bessere Milch- und Fleischleistung
- Senkung der OPEX für den PV-Betreiber: Schafe ersetzen mechanisches Mähen vollständig
Erhalt des Ackerstatus
Bei einer DIN-SPEC-konformen Anlage bleibt der Ackerstatus bzw. der Grünlandstatus erhalten. Damit bleiben die GAP-Förderfähigkeit und die landwirtschaftliche Privilegierung der Fläche bestehen.
Welche Anforderungen gelten für die Anlage?
Die Kombination von Agri-Photovoltaik und Tierhaltung stellt besondere Anforderungen an Planung und Bau. Die DIN SPEC 91434 sowie die ergänzende DIN SPEC 91492 (Tierhaltung) geben den Rahmen vor:
- Lichte Höhe der Modulunterkante: mindestens 80 cm für Schafe, mindestens 120 cm für Gänse, deutlich mehr für Rinder
- Abgerundete Kanten und Rahmen: Keine scharfen Kanten an Ständern oder Modulen, die Tiere verletzen könnten
- Tierverbisssichere Kabelführung: Kabel müssen außer Reichweite oder geschützt verlegt werden, keine herabhängenden Schlaufen
- Geschützte Wechselrichter und Anschlusskästen: Schutzgitter gegen Verbiss und mechanische Beschädigung
- Tägliche Anlagenkontrolle: Tierhalter müssen die Anlage auf Verletzungsgefahren prüfen
- Ausreichend Grünaufwuchs: Die Fläche unter den Modulen muss als Weidefläche nutzbar bleiben
Die Erstellung eines landwirtschaftlichen Nutzungskonzepts ist bei der Weidenutzung verpflichtend. Tierart, Besatzdichte, Weidedauer und spezifische Anforderungen wie Umzäunung oder Unterstand werden vor Baubeginn dokumentiert.
Praxisbeispiele und Studienlage
Die wissenschaftliche Evidenz zur Weidehaltung unter Agri-PV wächst stetig. Drei Studien sind besonders relevant:
- Universität Göttingen (2026): Erste detaillierte Untersuchung zum Verhalten von Schafen unter sonnengeführten PV-Modulen in Schleswig-Holstein – Solarmodule fördern das Tierwohl, ohne Futtermenge oder -qualität negativ zu beeinflussen
- Studie zu Milchkühen auf Weide (Sharpe et al.): Belegt nachweislich reduzierte Atemfrequenz und Körpertemperatur bei Kühen unter PV-Verschattung
- Fraunhofer ISE / SynAgri-PV: Untersucht großflächige Cow-PV-Konzepte für die Kombination von Rinderhaltung, Heuernte und Solarstrom
In Deutschland zeigen Pilotprojekte wie die Cow-PV-Anlage im Allgäu mit 55 Kühen unter 7.800 Modulen, dass die Kombination wirtschaftlich tragfähig ist. Auch internationale Projekte – etwa in den USA und Australien – setzen verstärkt auf Solar Grazing mit Schafen als Standardkonzept.
Häufig gestellte Fragen
Grundsätzlich eignen sich die meisten Flächen, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Problematisch sind Flächen in bestimmten Naturschutzgebieten, wie bspw. Vogelschutzgebiet oder Flora-Fauna-Habitat. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Agri-PV Anlage ist je nach Standort, Flächenstruktur und Netzinfrastruktur oft aber erst ab einer bestimmten Flächengröße möglich: Jede landwirtschaftliche Fläche bis 2,5ha in Hofnähe sowie Grünland ab 5 ha und Acker ab 10ha.
Generell kann die Fläche bei Agri-PV sowohl als Dauergrünland als auch für Ackerbau oder den Anbau von Dauerkulturen genutzt werden. Bei bodennahen nachgeführten Agri-PV-Systemen ist der Anbau von hochwachsenden Pflanzen ab einer Wuchshöhe von 1,50m (z.B. Mais, Sonnenblumen) problematisch, da diese die Module verschatten und somit den Stromertrag reduzieren können.
Grundsätzlich kann Agri-PV auch mit Nutztierhaltung kombiniert werden. Hier bieten sich insbesondere hoch aufgeständerte Solaranlagen sowie nachgeführten Tracker Systemen Module an. Die Anlage und die Nutztierhaltung muss in einem landwirtschaftlichen Gesamtkonzept umgesetzt werden, aus dem ersichtlich ist, dass die Nutztiere von der Anlage profitieren.
Die Breite des Bewirtschaftungsstreifens bei Agri-PV-Anlagen liegt typischerweise zwischen 9 und 12 Metern, abhängig von der Bewirtschaftungsform. Unter den Modulen wird ein 1–2 Meter breiter Biodiversitätsstreifen angelegt, der zur ökologischen Aufwertung dient und als Pufferzone rechts und links zur Modulaufständerung fungiert. Mindestens 9 Meter Arbeitsbreite sind notwendig, um Verschattungen zwischen den Modulreihen zu vermeiden und sicherzustellen, dass gemäß DIN SPEC 91434 auf Ackerflächen mindestens 85 % und auf Grünland mehr als 90 % der Fläche bewirtschaftet werden können. Der Reihenabstand wird so gewählt, dass er sowohl die statischen Anforderungen (z.B.: Windlasten) als auch eine ausreichende Energieerzeugung und eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht.
Selbstverständlich bringt der Aufbau einer Agri-PV-Anlage gewisse Einschränkungen für die Bearbeitung des Feldes mit sich. Diese sind jedoch aufgrund der individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reihenabstände (i.d.R. 11-14 m; auch größer möglich), die an die Größe der Maschinen angepasst werden können, überschaubar. Zudem bleibt das Vorgewende erhalten mit einer Breite, die individuell mit Ihnen abgestimmt wird.
Nach derzeitigen Erkenntnissen (v.a. Studien des Frauenhofer ISE und Technologieförderzentrum Bayern) gibt es – je nach Reihenabstand, Feldfrucht und konkreten Wetterbedingungen – z.T. leicht positiven, z.T. leicht negative Auswirkungen auf Menge und Qualität des Ertrags. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Vorgaben, die für die gesetzliche Förderung nach dem EEG erfüllt sein müssen (Erzielen von 66 % des landwirtschaftlichen Referenzertrags, s. DIN SPEC 91434), in allen Versuchen unproblematisch erreicht wurden.
Agri-PV-Anlagen tragen wesentlich zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen bei. Sie bieten Schutz vor Winderosion, indem die Solarmodule als Barriere wirken und den Boden stabilisieren. Zudem schützen sie vor Extremwetterphänomenen wie Hagel und Starkregen, wodurch Schäden an Erntepflanzen minimiert werden. Die teilweise Beschattung der Pflanzen verhindert Austrocknung, erhöht die Bodenfeuchtigkeit und kann in heißen Sommern zu gesteigerten Erträgen führen. Darüber hinaus erhalten Agri-PV-Anlagen der Fläche eine „Pause“ von intensiver Landwirtschaft, was die Bodengesundheit fördert und die Biodiversität unterstützt.
Grundsätzlich lässt sich das sehr klar unterscheiden – je nachdem, ob es sich um eine kleinere privilegierte Agri-PV-Anlage bis ca. 2,5 ha oder um eine großskalige Agri-PV-Anlage handelt:
Kleinere Anlagen bis ca. 2,5 ha (privilegiert nach § 35 Abs. 9 Nr. 1 BauGB):
Diese Anlagen sind planungsrechtlich privilegiert und benötigen daher kein Bauleitplanverfahren gemeinsam mit der Gemeinde. In der Regel reicht ein Bauantrag beim zuständigen Landratsamt.
Wenn die Kriterien Hofnähe, direkt-räumlich funktionaler Zusammenhang zur Hofstelle sowie eine Anlage pro Hofstelle erfüllt sind, ist eine Genehmigung innerhalb von ca. 4 Monaten grundsätzlich möglich.
Große Agri-PV-Anlagen:
Bei größeren Projekten ist der Prozess in der Regel umfangreicher und umfasst häufig ein Bauleitplanverfahren (Flächennutzungsplan/Bebauungsplan) inklusive der dazugehörigen Gutachten und Beteiligungen (z. B. Umweltprüfung, Artenschutz, Fachbehörden, Öffentlichkeit).
Wir übernehmen die Koordination der gesamten Schritte, binden Behörden und Fachgutachter ein und sorgen für eine saubere, prüffähige Dokumentation. Die Dauer variiert entsprechend – von mehreren Monaten (bei kleineren Anlagen, je nach Rahmenbedingungen) bis länger bei großskaligen Projekten. Parallel läuft meist die Klärung der Netzanbindung, die den Zeitplan wesentlich beeinflussen kann.
Artenschutz und Biodiversität sind fester Bestandteil unserer Projektentwicklung. Wir prüfen frühzeitig, welche Schutzgüter betroffen sein können (z. B. Brutvögel, Feldhamster, Fledermäuse oder Biotope) und stimmen die Vorgehensweise mit den zuständigen Behörden und Gutachtern ab. Wenn nötig, werden Kartierungen über geeignete Zeiträume durchgeführt und konkrete Maßnahmen eingeplant – etwa Schutz- und Rückzugsräume, angepasste Pflegekonzepte oder Bauzeitenregelungen. Ziel ist eine Lösung, die Landwirtschaft und Natur gleichermaßen berücksichtigt.
Nein — Agri-PV ist darauf ausgelegt, die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten und die Fläche jederzeit in den Ursprungszustand zurückzuversetzen. In der Regel werden keine Fundamente gegossen: Die Unterkonstruktion wird gerammt, sodass keine dauerhafte Bodenversiegelung entsteht, sondern nur temporäre und sehr punktuelle Eingriffe (typischerweise < 1 % der Fläche).Die Fläche bleibt weiterhin bewirtschaftbar, und durch angepasste Pflege- und Nutzungskonzepte können je nach Standort sogar positive Effekte entstehen – etwa Bodenschutz, Mikroklima-Vorteile und mehr Biodiversität. Außerdem ist die Anlage grundsätzlich vollständig rückbaubar; das ist vertraglich geregelt.
Grundsätzlich kommen alle gängigen Weidetiere in Betracht: Schafe, Rinder, Ziegen, Pferde sowie Geflügel wie Gänse und Hühner. Schafe haben sich in der Praxis als besonders geeignet erwiesen, da sie wenig Platz benötigen und die Fläche gleichzeitig natürlich pflegen. Bei Rindern und größeren Tieren sind höhere Anlagen und zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich.
Die Mindesthöhe der Modulunterkante richtet sich nach der Tierart: Für Schafe sind 80 cm zum Schutz vor Verletzungen vorgeschrieben, für Gänse 120 cm. Bei Rindern wird typischerweise eine Achshöhe von 4 Metern und mehr gewählt, damit sich die Tiere nicht an den Modulen reiben oder die Konstruktion beschädigen können.
Eine Studie der Universität Göttingen aus 2026 zeigt überraschende Ergebnisse: Das Gras unter den Modulen wies sogar einen höheren Rohproteingehalt auf als auf unbeschatteten Flächen, während die unbeschatteten Bereiche mehr wasserlösliche Kohlenhydrate enthielten. Die Futtermenge war in beiden Bereichen ausreichend für den Nährstoffbedarf der Schafe. Beide Bereiche eignen sich gut für die extensive Beweidung.
Die Mehrkosten betreffen primär den Anlagenbau und nicht den Tierhalter: höhere Aufständerung, verstärkte Unterkonstruktion gegen Tierreibung, abgerundete Kanten, verbisssichere Kabelführung und gegebenenfalls zusätzliche Schutzelemente wie elektrische Weidezäune. Diese Mehrkosten trägt der Anlagenbetreiber. Der Landwirt profitiert hingegen durch reduzierten Hitzestress und Wetterschutz für seine Tiere.
Die Geflügelhaltung in Agri-PV-Anlagen befindet sich rechtlich noch in einer Grauzone. Während Schafe und Rinder als Weidenutzung im Sinne der DIN SPEC 91434 klar anerkannt sind, wird die Auslaufnutzung durch Legehennen und Masthähnchen aktuell nicht uneingeschränkt als Weidehaltung gewertet. Hier sind weitere Klarstellungen durch Gesetzgeber und Normungsgremien zu erwarten.
Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen deutlich mehr Strom ("Volllaststunden") als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen. Je nach Standort können problemlos 1.400 kWh/kW im Jahr erzeugt werden.
Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen vermehrt Strom in den Morgen- und Abendstunden. In diesen Zeiten ist der Strombedarf bereits hoch, da die Industrie schon/noch Strom benötigt, während das Stromangebot durch die vor allem nach Süden ausgerichteten Freiflächen- und Dachanlagen noch gering ist. Agri-PV Anlagen können dann stark von den hohen Strompreisen profitieren.
Unter dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) bekommen Agri-PV Anlagen wegen ihrem netzdienlichem und sozialverträglichem Konzept eine höhere Vergütung als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen.
Die Pachtverträge für unsere Anlagen laufen mind. 30 Jahre, wobei hier die letzten 10 Jahre durch die in der Regel dann zurückgeführte Finanzierung am ertragreichsten sind. Nach Ablauf der 30 Jahre müssen mit den Flächeneigentümern neue Pachtverträge abgeschlossen werden, damit die Anlage weiter Strom produzieren kann.

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