Pressemitteilung

Leuchttumprojekt für Deutschlands Energiezukunft: Inbetriebnahme des größten Agri-PV-Projekt Süddeutschlands

Oberndorf am Lech / Landkreis Donau-Ries, März 2026 – Steigende geopolitische Spannungen, volatileEnergiepreise und die anhaltende Abhängigkeit Europas von fossilen Energieträgern erhöhen den Druck, den Ausbau erneuerbarer Energien massiv zubeschleunigen. Gleichzeitig stehen landwirtschaftliche Betriebe unterwachsendem wirtschaftlichem und klimatischem Druck. Die zentrale Herausforderung: Wie kann die Energiewende gelingen, ohne zusätzliche Flächenkonflikte zu schaffen?

 

Eine mögliche Antwort liefert ein Projekt in Oberndorf am Lech im Landkreis Donau-Ries. Dort wurde nun das größte Agri-PV Projekt Süddeutschlands offiziell in Betrieb genommen. Auf rund 28 Hektar erzeugt die Anlage mit einer Leistung von etwa 17 Megawatt Strom für rechnerisch rund 5.000 Haushalte – und ermöglicht gleichzeitig weiterhin eine intensive landwirtschaftliche Nutzung der Flächen.

 

Entwickelt wurde das Projekt vom Münchner Startup Feldwerke, das den Solarausbau neudenkt: weg von Flächenkonkurrenz, hin zu einer intelligenten Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen im Einklang mit Landwirtschaft und Umwelt. Ziel des Unternehmens ist es, Agri-PV als neuen Standard im Solarausbau zu etablieren – für europäische Energiesouveränität, einen lebenswerten Planetenund eine resiliente Landwirtschaft. Feldwerke plant, in diesem Jahr weitere 100MW Agri-PV umzusetzen und bis 2030 auf 1 GW Agri-PV sowie eine vergleichbare Batteriespeicherleistung zu wachsen.

 

Besonders bemerkenswert ist die Geschwindigkeit der Umsetzung: Vom Projektstart bis zum Bau verging nur rund ein Jahr. Das Genehmigungsverfahren – oft ein Engpass bei Energieprojekten – konnte in lediglich sechs Monaten vollständig und reibungslos durchlaufen werden. Ein Zeitraum, der deutlich unter den üblichen zwei bis drei Jahren für klassische Freiflächen-Photovoltaikanlagen liegt.

 

Ein entscheidender Faktor für diesen Erfolg war der konsequente Agri-PV-Ansatz. Da die landwirtschaftliche Nutzung vollständig erhalten bleibt, waren keine zusätzlichen Ausgleichsflächen erforderlich. Gleichzeitig stieß das Projekt aufbreite Zustimmung – bei Bevölkerung, Behörden und Politik. Es zeigt damit exemplarisch, wie sich erneuerbare Energieprojekte schneller umsetzen lassen,wenn sie nicht als Konkurrenz zur Landwirtschaft wahrgenommen werden, sondern als Ergänzung.

 

„Mit Feldwerke haben wir einen starken Partner an unserer Seite. Die hohe Akzeptanzbei Bevölkerung, Gemeinde und Behörden zeigt: Agri-PV ist ein Zukunftsmodell für die Energiewende in Deutschland – ohne landwirtschaftliche Flächen zu opfern“, sagte Franz Moll, Erster Bürgermeister.

 

Die Anlage wurde so konzipiert, dass rund 90 Prozent der Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können. Zum Einsatz kommen zudem nachgeführte Tracking-Systeme, die sich im Tagesverlauf an der Sonne ausrichten und so die Energieausbeute optimieren und sich verstärkt dem Strombedarf anpassen. Mit großzügigen Reihenabständen und angepasster Infrastruktur bleibt eine intensive Bewirtschaftung der Flächen möglich.

 

„Wir stehen vor der Herausforderung, gleichzeitig unsere Energieversorgung zusichern und unsere Landwirtschaft zu stärken“, betonen die Gründer und Geschäftsführer von Feldwerke, Marco Mielenz, Nils Kuchenbuch und NicolaiReiners. „Agri-PV ermöglicht genau das: erneuerbare Energie und landwirtschaftliche Produktion auf derselben Fläche. Projekte wie dieseszeigen, dass die Energiewende Hand in Hand mit der Landwirtschaft gelingen kann.“

 

Zur feierlichen Inbetriebnahme waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik,Wissenschaft, Landwirtschaft und Energiewirtschaft vor Ort, darunter Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Bayerns Europaminister Eric Beißwenger sowie Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbands.

 

Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger: „Agri-PV erzeugt Lebensmittel, Energie undArtenschutz auf einer Fläche. Zwischen den PV-Modulen soll künftig weiterhin Landwirtschaft betrieben werden, beispielsweise der Anbau von Zuckerrüben. Dieses innovative Agri-PV-Projekt mit einem Tracking-System, das die Module flexibel zur Sonne ausrichtet, ist ein weiteres Leuchtturmprojekt im Solarenergie-Spitzenland Bayern. Es wird Strom für rund 5000 Haushalte erzeugen. Und schließlich auf den Blühflächen unter den Modulen findet Artenschutz statt. Ob Rebhuhn, Bodenbrüter, Hase, Ameisen, Eidechsen, hier finden viele Tierarten ein neues Zuhause und eine ökologische Nische. Im Gestänge unter den Modulen entstehen Brutplätze für Bachstelze, Rotschwanz, Amsel und viele weitere Vogelarten.“

 

Eric Beißwenger, Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales: „Die heutige Inbetriebnahme der Agri-PV-Anlage in Oberndorf am Lech leistet einwichtigen Beitrag für eine moderne, sichere und ökologische Energieversorgung. Ein absolutes Vorzeigeprojekt, das nachhaltige Energiegewinnung mit moderner Landwirtschaft und regionaler Wertschöpfung verbindet. Das passt zu Bayern: Wir wollen unsere Klimaziele erreichen und gleichzeitig mit sicherer und bezahlbarer Energieversorgung als Industriestandort international wettbewerbsfähig bleiben.“

 

Das Projekt in Oberndorf am Lech setzt damit ein deutliches Signal: Wenn Deutschland seine ambitionierten Ausbauziele bis 2030 erreichen will, braucht es Lösungen, die Geschwindigkeit, Flächeneffizienz, netzverträgliche Energiekonzepte und gesellschaftliche Akzeptanz verbinden. Agri-PV kann dabei eine Schlüsselrolle einnehmen.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium: https://www.stmwi.bayern.de/presse/pressemeldungen/118-2026/

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