Strommarkt & Vergütung
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Was ist die EPEX Spot? Strombörse erklärt

Die EPEX Spot (European Power Exchange) ist die zentrale europäische Strombörse für den kurzfristigen Stromhandel mit Sitz in Paris. An ihr werden Day-Ahead- und Intraday-Strommengen für Deutschland, Frankreich, Österreich, die Schweiz und weitere Länder gehandelt. Für Direktinvestments in Agri-Photovoltaik ist die EPEX Spot von zentraler Bedeutung, weil ihre Preise die Erlöse aus der Direktvermarktung und den Marktwert Solar bestimmen. Sie ist damit der maßgebliche Referenzmarkt für die Stromerlöse einer Agri-PV-Anlage.

June 2, 2026

Inhaltsverzeichnis

EPEX Spot auf den Punkt gebracht

  • Definition: Europäische Strombörse (European Power Exchange) für den physischen Kurzfristhandel mit Strom, mit Sitz in Paris
  • Marktsegmente: Day-Ahead-Markt (Auktion für den Folgetag) und Intraday-Markt (kontinuierlicher Handel bis kurz vor Lieferung)
  • Marktgebiete: Deutschland/Luxemburg, Frankreich, Österreich, Schweiz und weitere europäische Länder
  • Handelseinheit: Megawattstunde (MWh); seit dem 1. Oktober 2025 in 15-Minuten-Produkten statt nur Stundenblöcken
  • Relevanz für Investoren: Die Börsenpreise bestimmen die Erlöse aus der Direktvermarktung und damit den Marktwert Solar
  • Abgrenzung: Spotmarkt (kurzfristige Lieferung) im Unterschied zum Terminmarkt der EEX in Leipzig (langfristige Kontrakte)
  • Zugang: Reiner Großhandelsmarkt – private Anleger handeln nicht direkt, sondern über Direktvermarkter

Was ist die EPEX Spot konkret?

Die EPEX Spot (European Power Exchange) ist die zentrale Handelsplattform für den kurzfristigen Stromhandel in Kontinentaleuropa. Anders als der Terminmarkt, an dem Stromlieferungen Jahre im Voraus abgesichert werden, organisiert die EPEX Spot den physischen Handel von Strommengen für den Folgetag und den laufenden Tag. Sie bildet damit ab, was Strom in einem konkreten Zeitfenster tatsächlich wert ist – abhängig von Angebot, Nachfrage, Wetter und Kraftwerksverfügbarkeit.

Der Handel an der EPEX Spot gliedert sich in zwei Hauptsegmente:

  1. Day-Ahead-Markt: Eine tägliche Auktion ermittelt um 12:00 Uhr die Preise für jede Lieferperiode des Folgetages nach dem Merit-Order-Prinzip
  2. Intraday-Markt: Ab 15:00 Uhr des Vortages läuft ein kontinuierlicher Handel, in dem Mengen bis wenige Minuten vor der Lieferung angepasst werden können

Der Spotmarkt war im gesamten Zeitraum 2025 und Anfang 2026 klar wettergetrieben und von hoher Volatilität geprägt. Genau diese Schwankungen bestimmen, welchen Erlös eine Solaranlage je Kilowattstunde am Markt erzielt.

Wie funktioniert die Preisbildung an der EPEX Spot?

Am Day-Ahead-Markt wird ein einheitlicher Markträumungspreis (Merit Order) gebildet: Günstige Erzeuger wie Wind- und Solaranlagen werden zuerst eingesetzt, teurere Gas- und Kohlekraftwerke nur bei hoher Nachfrage. Der teuerste noch benötigte Erzeuger bestimmt den Preis für alle. Am Intraday-Markt gilt dagegen überwiegend das Pay-as-bid-Verfahren, bei dem jeder Teilnehmer den von ihm gebotenen Preis zahlt.

Ein zentraler struktureller Einschnitt erfolgte zum 1. Oktober 2025: Die EPEX Spot stellte den Day-Ahead-Markt von Stunden- auf Viertelstundenprodukte um. Statt 24 Preisen pro Tag gibt es seither bis zu 96 Preise – einen für jede Viertelstunde. Diese feinere Auflösung bildet die schwankende Einspeisung von Solar- und Windstrom präziser ab und ist Teil des europäischen Single Day-Ahead Coupling (SDAC).

Zur Einordnung der Größenordnung: Der durchschnittliche Day-Ahead-Preis in Deutschland/Luxemburg lag 2024 bei rund 78 €/MWh und 2025 bei rund 87 €/MWh. Diese Werte verstehen sich als reine Großhandelspreise ohne Netzentgelte, Steuern und Abgaben und schwanken je nach Wetter und Marktlage erheblich.

Warum ist die EPEX Spot für ein Agri-PV-Investment relevant?

Für ein Direktinvestment in Agri-Photovoltaik ist die EPEX Spot der maßgebliche Referenzmarkt für die Stromerlöse. Der Zusammenhang verläuft in mehreren Schritten:

  • Direktvermarktung: Größere PV-Anlagen speisen ihren Strom nicht zu einer festen Vergütung ein, sondern werden über einen Direktvermarkter an der Börse verkauft
  • Marktwert Solar: Die mit dem tatsächlichen Solar-Einspeiseprofil gewichteten Viertelstundenpreise eines Monats ergeben den Monatsmarktwert Solar – die Basis für die Erlösberechnung
  • Marktprämie: Im EEG-System gleicht die gleitende Marktprämie die Differenz zwischen dem anzulegenden Wert und dem durchschnittlichen Börsenpreis aus
  • Kannibalisierungseffekt: Weil viele Solaranlagen gleichzeitig zur Mittagszeit einspeisen, drücken sie in diesen Stunden den Preis – der erzielbare Marktwert liegt damit oft unter dem allgemeinen Durchschnittspreis

Für Investoren bedeutet das: Nicht der reine Stromertrag in Kilowattstunden entscheidet über den Erlös, sondern auch, wann dieser Strom erzeugt und zu welchem Börsenpreis er vermarktet wird. Ein Batteriespeicher kann hier ansetzen, indem er Solarstrom aus dem preisschwachen Mittagstief in höher bepreiste Abendstunden verschiebt und so den effektiven Marktwert hebt.

Welche Rolle spielen negative Strompreise?

An der EPEX Spot können Preise auch negativ werden, wenn bei hoher Wind- und Solareinspeisung gleichzeitig wenig Strom nachgefragt wird. In solchen Stunden zahlt der Markt rechnerisch dafür, dass Strom abgenommen wird. Für Solaranlagen sind negative Preise relevant, weil zunehmend an die Förderung gekoppelte Regelungen den Vergütungsanspruch in längeren Negativpreisphasen entfallen lassen.

Damit wird die zeitliche Steuerbarkeit der Einspeisung – etwa über Speicher oder intelligente Vermarktungsstrategien – zu einem zunehmend wichtigen Werttreiber. Die konkrete wirtschaftliche Auswirkung dieser Marktmechanismen auf eine einzelne Anlage hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab und sollte im Rahmen einer fundierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung geprüft werden.

EPEX Spot, EEG und Direktvermarktung im Zusammenspiel

Die EPEX Spot ist kein isolierter Marktplatz, sondern eng mit dem Förderrahmen für erneuerbare Energien verzahnt. Das Zusammenspiel lässt sich vereinfacht so beschreiben:

  • Börse: An der EPEX Spot entsteht der reale Marktpreis für jede Lieferperiode
  • Marktwert: Aus den Börsenpreisen und dem Einspeiseprofil wird der technologiespezifische Marktwert Solar abgeleitet
  • Förderung: Die Marktprämie aus dem EEG ergänzt die Markterlöse bis zum anzulegenden Wert, sofern ein Förderanspruch besteht
  • Absicherung: Langfristige Stromabnahmeverträge können den Erlös teilweise vom kurzfristigen Börsenpreis entkoppeln

Für vermögende Privatpersonen und Unternehmer, die Agri-PV als steueroptimiertes Sachwertinvestment in Betracht ziehen, verbindet sich der börsenseitige Erlösmechanismus mit dem steuerlichen Hebel: Während die EPEX Spot die laufenden Stromerlöse prägt, ermöglicht der Investitionsabzugsbetrag nach §7g EStG eine frühzeitige steuerliche Geltendmachung der Investition. Beide Ebenen sind getrennt zu betrachten – die steuerliche Behandlung im Einzelfall ist mit einem Steuerberater zu klären, da dieser Beitrag ausschließlich allgemeine Information und keine individuelle Steuer- oder Anlageberatung darstellt.

Bei Feldwerke werden die Stromerlöse der Agri-PV-Parzellen über die Direktvermarktung an der Börse realisiert, sodass Investoren an der Preisentwicklung des europäischen Strommarkts partizipieren.

Häufig gestellte Fragen

Welche Flächen kommen für Agri-PV-Anlagen in Frage?

Grundsätzlich eignen sich die meisten Flächen, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Problematisch sind Flächen in bestimmten Naturschutzgebieten, wie bspw. Vogelschutzgebiet oder Flora-Fauna-Habitat. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Agri-PV Anlage ist je nach Standort, Flächenstruktur und Netzinfrastruktur oft aber erst ab einer bestimmten Flächengröße möglich: Jede landwirtschaftliche Fläche bis 2,5ha in Hofnähe sowie Grünland ab 5 ha und Acker ab 10ha.

Was kann auf der Fläche angebaut werden?

Generell kann die Fläche bei Agri-PV sowohl als Dauergrünland als auch für Ackerbau oder den Anbau von Dauerkulturen genutzt werden. Bei bodennahen nachgeführten Agri-PV-Systemen ist der Anbau von hochwachsenden Pflanzen ab einer Wuchshöhe von 1,50m (z.B. Mais, Sonnenblumen) problematisch, da diese die Module verschatten und somit den Stromertrag reduzieren können.

Kann eine Agri-PV-Anlage auch auf einer Fläche mit Nutztierhaltung gebaut werden?

Grundsätzlich kann Agri-PV auch mit Nutztierhaltung kombiniert werden. Hier bieten sich insbesondere hoch aufgeständerte Solaranlagen sowie nachgeführten Tracker Systemen Module an. Die Anlage und die Nutztierhaltung muss in einem landwirtschaftlichen Gesamtkonzept umgesetzt werden, aus dem ersichtlich ist, dass die Nutztiere von der Anlage profitieren.

Wie breit ist der Bewirtschaftungsstreifen?

Die Breite des Bewirtschaftungsstreifens bei Agri-PV-Anlagen liegt typischerweise zwischen 9 und 12 Metern, abhängig von der Bewirtschaftungsform. Unter den Modulen wird ein 1–2 Meter breiter Biodiversitätsstreifen angelegt, der zur ökologischen Aufwertung dient und als Pufferzone rechts und links zur Modulaufständerung fungiert. Mindestens 9 Meter Arbeitsbreite sind notwendig, um Verschattungen zwischen den Modulreihen zu vermeiden und sicherzustellen, dass gemäß DIN SPEC 91434 auf Ackerflächen mindestens 85 % und auf Grünland mehr als 90 % der Fläche bewirtschaftet werden können. Der Reihenabstand wird so gewählt, dass er sowohl die statischen Anforderungen (z.B.: Windlasten) als auch eine ausreichende Energieerzeugung und eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht.

Inwieweit wird die Nutzung der Fläche für die Landwirtschaft beeinflusst?

Selbstverständlich bringt der Aufbau einer Agri-PV-Anlage gewisse Einschränkungen für die Bearbeitung des Feldes mit sich. Diese sind jedoch aufgrund der individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reihenabstände (i.d.R. 11-14 m; auch größer möglich), die an die Größe der Maschinen angepasst werden können, überschaubar. Zudem bleibt das Vorgewende erhalten mit einer Breite, die individuell mit Ihnen abgestimmt wird.

Wie sind die Auswirkungen einer Agri-PV-Anlage auf den landwirtschaftlichen Ertrag?

Nach derzeitigen Erkenntnissen (v.a. Studien des Frauenhofer ISE und Technologieförderzentrum Bayern) gibt es – je nach Reihenabstand, Feldfrucht und konkreten Wetterbedingungen – z.T. leicht positiven, z.T. leicht negative Auswirkungen auf Menge und Qualität des Ertrags. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Vorgaben, die für die gesetzliche Förderung nach dem EEG erfüllt sein müssen (Erzielen von 66 % des landwirtschaftlichen Referenzertrags, s. DIN SPEC 91434), in allen Versuchen unproblematisch erreicht wurden.

Wie trägt die Agri-PV Anlage zur ökologischen Aufwertung der Fläche bei ?

Agri-PV-Anlagen tragen wesentlich zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen bei. Sie bieten Schutz vor Winderosion, indem die Solarmodule als Barriere wirken und den Boden stabilisieren. Zudem schützen sie vor Extremwetterphänomenen wie Hagel und Starkregen, wodurch Schäden an Erntepflanzen minimiert werden. Die teilweise Beschattung der Pflanzen verhindert Austrocknung, erhöht die Bodenfeuchtigkeit und kann in heißen Sommern zu gesteigerten Erträgen führen. Darüber hinaus erhalten Agri-PV-Anlagen der Fläche eine „Pause“ von intensiver Landwirtschaft, was die Bodengesundheit fördert und die Biodiversität unterstützt.

Welche Genehmigungen sind erforderlich, um Agri-PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zu errichten?

Grundsätzlich lässt sich das sehr klar unterscheiden – je nachdem, ob es sich um eine kleinere privilegierte Agri-PV-Anlage bis ca. 2,5 ha oder um eine großskalige Agri-PV-Anlage handelt:

Kleinere Anlagen bis ca. 2,5 ha (privilegiert nach § 35 Abs. 9 Nr. 1 BauGB):
Diese Anlagen sind planungsrechtlich privilegiert und benötigen daher kein Bauleitplanverfahren gemeinsam mit der Gemeinde. In der Regel reicht ein Bauantrag beim zuständigen Landratsamt.
Wenn die Kriterien Hofnähe, direkt-räumlich funktionaler Zusammenhang zur Hofstelle sowie eine Anlage pro Hofstelle erfüllt sind, ist eine Genehmigung innerhalb von ca. 4 Monaten grundsätzlich möglich.

Große Agri-PV-Anlagen:
Bei größeren Projekten ist der Prozess in der Regel umfangreicher und umfasst häufig ein Bauleitplanverfahren (Flächennutzungsplan/Bebauungsplan) inklusive der dazugehörigen Gutachten und Beteiligungen (z. B. Umweltprüfung, Artenschutz, Fachbehörden, Öffentlichkeit).

Wir übernehmen die Koordination der gesamten Schritte, binden Behörden und Fachgutachter ein und sorgen für eine saubere, prüffähige Dokumentation. Die Dauer variiert entsprechend – von mehreren Monaten (bei kleineren Anlagen, je nach Rahmenbedingungen) bis länger bei großskaligen Projekten. Parallel läuft meist die Klärung der Netzanbindung, die den Zeitplan wesentlich beeinflussen kann.

Wie wird Natur- und Artenschutz bei einem Agri-PV-Projekt berücksichtigt?

Artenschutz und Biodiversität sind fester Bestandteil unserer Projektentwicklung. Wir prüfen frühzeitig, welche Schutzgüter betroffen sein können (z. B. Brutvögel, Feldhamster, Fledermäuse oder Biotope) und stimmen die Vorgehensweise mit den zuständigen Behörden und Gutachtern ab. Wenn nötig, werden Kartierungen über geeignete Zeiträume durchgeführt und konkrete Maßnahmen eingeplant – etwa Schutz- und Rückzugsräume, angepasste Pflegekonzepte oder Bauzeitenregelungen. Ziel ist eine Lösung, die Landwirtschaft und Natur gleichermaßen berücksichtigt.

Wird Boden versiegelt oder die Fläche dauerhaft „verbraucht“?

Nein — Agri-PV ist darauf ausgelegt, die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten und die Fläche jederzeit in den Ursprungszustand zurückzuversetzen. In der Regel werden keine Fundamente gegossen: Die Unterkonstruktion wird gerammt, sodass keine dauerhafte Bodenversiegelung entsteht, sondern nur temporäre und sehr punktuelle Eingriffe (typischerweise < 1 % der Fläche).Die Fläche bleibt weiterhin bewirtschaftbar, und durch angepasste Pflege- und Nutzungskonzepte können je nach Standort sogar positive Effekte entstehen – etwa Bodenschutz, Mikroklima-Vorteile und mehr Biodiversität. Außerdem ist die Anlage grundsätzlich vollständig rückbaubar; das ist vertraglich geregelt.

Können Privatanleger direkt an der EPEX Spot handeln?

Nein. Die EPEX Spot ist ein reiner Großhandelsmarkt, an dem nur zugelassene Handelsteilnehmer agieren. Privatpersonen und Anlagenbetreiber partizipieren indirekt: Bei einem Agri-PV-Investment verkauft ein professioneller Direktvermarkter den erzeugten Strom an der Börse und reicht die Erlöse an den Anlagenbetreiber weiter.

Was bedeutet die Umstellung auf 15-Minuten-Produkte für Solaranlagen?

Seit dem 1. Oktober 2025 werden am Day-Ahead-Markt bis zu 96 Viertelstundenpreise je Tag statt 24 Stundenpreisen gebildet. Für Solaranlagen bildet das die innerhalb einer Stunde stark schwankende Einspeisung präziser ab und kann Prognoseabweichungen verringern. Gleichzeitig werden kurze Preisspitzen und -täler sichtbarer, was die Bedeutung einer durchdachten Vermarktungs- und Speicherstrategie erhöht.

Worin unterscheiden sich Day-Ahead- und Intraday-Markt?

Der Day-Ahead-Markt ist eine Auktion, die einmal täglich um 12:00 Uhr einen einheitlichen Preis für jede Lieferperiode des Folgetages ermittelt. Der Intraday-Markt ist ein kontinuierlicher Handel ab 15:00 Uhr des Vortages, in dem Mengen bis kurz vor der Lieferung angepasst werden – er dient vor allem dem Ausgleich kurzfristiger Prognoseabweichungen, etwa bei geänderten Wetterprognosen für Solar- und Windstrom.

Wie beeinflusst die EPEX Spot die Rendite eines Agri-PV-Investments?

Die Börsenpreise bestimmen den Marktwert Solar und damit die laufenden Stromerlöse einer direktvermarkteten Anlage. Hohe Volatilität, der Kannibalisierungseffekt zur Mittagszeit und negative Preise können den erzielbaren Erlös je Kilowattstunde mindern. Die konkrete Renditewirkung hängt von Standort, Einspeiseprofil, Vermarktungsstrategie und individuellen Faktoren ab und stellt keine garantierte Größe dar.

Was ist der Unterschied zwischen EPEX Spot und EEX?

Die EPEX Spot in Paris organisiert den kurzfristigen Spothandel mit physischer Lieferung am Folgetag oder am selben Tag. Die EEX in Leipzig betreibt demgegenüber den Terminmarkt, an dem Stromlieferungen langfristig über Futures abgesichert werden. Beide gehören zur EEX-Gruppe, decken aber unterschiedliche Zeithorizonte des Stromhandels ab.

Warum produzieren Agri-PV Anlagen mehr Strom als Freiflächen Solaranlagen ?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen deutlich mehr Strom ("Volllaststunden") als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen. Je nach Standort können problemlos 1.400 kWh/kW im Jahr erzeugt werden.

Warum erreichen Agri-PV Anlagen einen höheren Wert in der Direktvermarktung als Freiflächen Solaranlagen?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen vermehrt Strom in den Morgen- und Abendstunden. In diesen Zeiten ist der Strombedarf bereits hoch, da die Industrie schon/noch Strom benötigt, während das Stromangebot durch die vor allem nach Süden ausgerichteten Freiflächen- und Dachanlagen noch gering ist. Agri-PV Anlagen können dann stark von den hohen Strompreisen profitieren.

Warum bekommen Agri-PV Anlagen eine höhere EEG-Vergütung als Freiflächen Solaranlagen?

Unter dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) bekommen Agri-PV Anlagen wegen ihrem netzdienlichem und sozialverträglichem Konzept eine höhere Vergütung als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen.

Wie lange kann man mit Erträgen rechnen?

Die Pachtverträge für unsere Anlagen laufen mind. 30 Jahre, wobei hier die letzten 10 Jahre durch die in der Regel dann zurückgeführte Finanzierung am ertragreichsten sind. Nach Ablauf der 30 Jahre müssen mit den Flächeneigentümern neue Pachtverträge abgeschlossen werden, damit die Anlage weiter Strom produzieren kann.

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