Strommarkt & Vergütung
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Was ist der Intraday-Handel am Strommarkt?

Der Intraday-Handel ist das Segment des Stromspotmarkts, in dem Strom kontinuierlich bis kurz vor der physischen Lieferung gehandelt wird – an der EPEX Spot in Deutschland bis zu fünf Minuten vor Lieferbeginn. Anders als der auktionsbasierte Day-Ahead-Markt erlaubt er eine fortlaufende Feinsteuerung von Erzeugung und Verbrauch. Für Photovoltaik in der Direktvermarktung ist der Intraday-Handel das zentrale Instrument, um Prognoseabweichungen auszugleichen und Ausgleichsenergiekosten zu vermeiden. Die dort erzielten Ergebnisse beeinflussen damit unmittelbar den Cashflow eines Agri-PV-Direktinvestments.

Inhaltsverzeichnis

Intraday-Handel auf den Punkt gebracht

  • Definition: Kontinuierlicher, untertägiger Stromhandel am Spotmarkt der EPEX Spot – ergänzend zum auktionsbasierten Day-Ahead-Markt
  • Handelsschluss: Bis zu 5 Minuten vor Lieferbeginn innerhalb derselben Regelzone, grenzüberschreitend bis 30 Minuten vorher
  • Preisbildung: Pay-as-bid im fortlaufenden Orderbuch – kein einheitlicher Preis, sondern transaktionsindividuelle Abschlüsse
  • Produkte: Stunden-, 30-Minuten- und 15-Minuten-Kontrakte; seit dem 30.09.2025 europaweite 15-Minuten-Auflösung auch im Day-Ahead
  • Funktion für PV: Ausgleich von Prognose- und Wetterabweichungen im Bilanzkreis der Direktvermarktung
  • Relevanz für Investoren: Beeinflusst über die Vermarktungsqualität direkt die erzielten Stromerlöse einer Agri-PV-Anlage

Was bedeutet Intraday-Handel konkret?

Der Intraday-Handel ist neben dem Day-Ahead-Markt das zweite Segment des kurzfristigen Stromhandels am Spotmarkt. Während im Day-Ahead-Markt der Strom für den Folgetag in einer einmaligen täglichen Auktion gehandelt wird, findet der Intraday-Handel kontinuierlich statt: Marktteilnehmer können noch am Liefertag selbst Strommengen kaufen oder verkaufen. In Deutschland wird der Handel an der EPEX Spot mit Sitz in Paris abgewickelt, die den zentralen Handelsplatz für Zentraleuropa stellt.

Der entscheidende Unterschied liegt im Zeithorizont und in der Handelsform. Der Day-Ahead-Markt dient der Grundplanung, der Intraday-Markt der kurzfristigen Feinsteuerung. Strom kann bis zu fünf Minuten vor Lieferbeginn innerhalb derselben Regelzone gehandelt werden; im grenzüberschreitenden Handel gilt seit Ende 2025 eine verkürzte Gate-Closure-Time von 30 Minuten vor Lieferung. Damit reagiert der Markt nahezu in Echtzeit auf neue Informationen.

Strom lässt sich nicht ohne Weiteres speichern. Erzeugung und Verbrauch müssen zu jedem Zeitpunkt im Gleichgewicht stehen. Der Intraday-Handel ist der marktliche Mechanismus, der dieses Gleichgewicht kurzfristig herstellt – bevor die teurere Ausgleichsenergie der Netzbetreiber greift.

Wie funktioniert die Preisbildung im Intraday-Markt?

Anders als im Day-Ahead-Markt, der nach dem Prinzip des markträumenden Einheitspreises (Pay-as-cleared) funktioniert, basiert der kontinuierliche Intraday-Handel auf dem Pay-as-bid-Verfahren. Sobald ein Kaufgebot und ein Verkaufsangebot preislich zusammenpassen, kommt unmittelbar ein Geschäft zustande – zum jeweils ausgehandelten Preis. Daraus folgt:

  • Kein einheitlicher Preis: Für dasselbe Lieferprodukt können je nach Handelszeitpunkt unterschiedliche Preise gelten.
  • Hohe Reagibilität: Intraday-Preise reagieren empfindlich auf neue Wetterprognosen, Kraftwerksausfälle und Netzengpässe.
  • Ergänzende Auktionen: Zusätzlich finden Intraday-Auktionen statt, in denen ausnahmsweise ein einheitlicher markträumender Preis gebildet wird und die für zusätzliche Liquidität sorgen.

Diese Mechanik macht den Intraday-Markt deutlich volatiler als den Day-Ahead-Markt. Die Volatilität kann erheblich sein: Innerhalb von 15 Minuten sind Preisbewegungen von 100 €/MWh oder mehr möglich, insbesondere bei plötzlichen Wetterumschwüngen.

Warum ist der Intraday-Handel für Agri-PV entscheidend?

Für Betreiber von Photovoltaikanlagen in der Direktvermarktung ist der Intraday-Handel das wichtigste Werkzeug zur Korrektur von Prognosefehlern. Der Ablauf in der Praxis:

  1. Day-Ahead-Anmeldung: Der Direktvermarkter meldet die für den Folgetag erwartete Erzeugung der Anlage an und verkauft diese Mengen im Day-Ahead-Markt.
  2. Wetterabweichung: Weicht die tatsächliche Einstrahlung von der Prognose ab – etwa durch unerwartete Bewölkung – entsteht eine Lieferdifferenz im Bilanzkreis.
  3. Intraday-Ausgleich: Übersteigt die reale Erzeugung die Prognose, wird die zusätzliche Menge im Intraday-Markt verkauft. Liegt sie darunter, kauft der Vermarkter die fehlende Menge zu.

Ohne aktiven Intraday-Handel würden diese Abweichungen direkt zu Ausgleichsenergie führen, die von den Übertragungsnetzbetreibern abgerechnet wird und in der Regel teurer ist als ein rechtzeitiger Intraday-Trade. Professionelle Direktvermarkter erzielen durch geschickte Intraday-Optimierung zusätzliche Mehrerlöse, die über die Anlagenlaufzeit einen spürbaren Beitrag zum Cashflow leisten können.

Welche Bedeutung hat das für ein Agri-PV-Direktinvestment?

Die Qualität der Intraday-Vermarktung wirkt sich unmittelbar auf die erzielbaren Stromerlöse aus – und damit auf die Wirtschaftlichkeit eines Direktinvestments. Anlagen in der Direktvermarktung erhalten ihre Erlöse aus dem am Spotmarkt erzielten Preis zuzüglich der gleitenden Marktprämie. Je präziser die Prognose und je effizienter der Intraday-Ausgleich, desto geringer die Ausgleichsenergiekosten und desto stabiler der laufende Ertrag.

Für Investoren ist dabei zu beachten:

  • Vermarktungsdienstleister: Den Intraday-Handel übernehmen spezialisierte Direktvermarkter; Anlagenbetreiber handeln in der Regel nicht selbst.
  • Marktpreisrisiko: Niedrige oder negative Strompreise zu Zeiten hoher PV-Einspeisung – häufig in den Mittagsstunden der Sommermonate – mindern die Erlöse.
  • Strukturwandel: Die Umstellung auf 15-Minuten-Produkte verbessert die Abbildung der tatsächlichen PV-Erzeugung und kann Prognoseabweichungen verringern.

Der Intraday-Handel ist damit ein zentraler Baustein der Erlösmechanik, auch wenn er für den Investor selbst im Hintergrund abläuft.

Welche Risiken und Besonderheiten sind zu beachten?

Der Intraday-Handel bietet Chancen, ist aber kein Selbstläufer. Die wichtigsten Punkte:

  • Preisvolatilität: Die hohe Schwankungsbreite kann sowohl Mehrerlöse als auch Mindererlöse erzeugen. Ein verlässlicher Mehrertrag ist nicht garantiert.
  • Negative Preise: In Stunden mit hoher Erneuerbaren-Einspeisung und geringem Verbrauch können Strompreise unter null fallen, was die Vermarktungserlöse belastet.
  • Restabweichungen: Nicht vollständig im Intraday ausgeglichene Mengen verbleiben als Ausgleichsenergie und werden gesondert abgerechnet.
  • Abhängigkeit vom Dienstleister: Die Erlösqualität hängt von der Prognose- und Handelskompetenz des beauftragten Direktvermarkters ab.

Bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Agri-PV-Investments handelt es sich um wirtschaftliche, nicht um steuerliche Aussagen. Konkrete Erlös- und Renditeerwartungen hängen von zahlreichen Einzelfaktoren ab und sollten anhand der jeweiligen Projektunterlagen geprüft werden. Eine individuelle steuerliche Beratung zu den Erträgen aus einem solchen Investment ist im Einzelfall unverzichtbar.

Häufig gestellte Fragen

Welche Flächen kommen für Agri-PV-Anlagen in Frage?

Grundsätzlich eignen sich die meisten Flächen, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Problematisch sind Flächen in bestimmten Naturschutzgebieten, wie bspw. Vogelschutzgebiet oder Flora-Fauna-Habitat. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Agri-PV Anlage ist je nach Standort, Flächenstruktur und Netzinfrastruktur oft aber erst ab einer bestimmten Flächengröße möglich: Jede landwirtschaftliche Fläche bis 2,5ha in Hofnähe sowie Grünland ab 5 ha und Acker ab 10ha.

Was kann auf der Fläche angebaut werden?

Generell kann die Fläche bei Agri-PV sowohl als Dauergrünland als auch für Ackerbau oder den Anbau von Dauerkulturen genutzt werden. Bei bodennahen nachgeführten Agri-PV-Systemen ist der Anbau von hochwachsenden Pflanzen ab einer Wuchshöhe von 1,50m (z.B. Mais, Sonnenblumen) problematisch, da diese die Module verschatten und somit den Stromertrag reduzieren können.

Kann eine Agri-PV-Anlage auch auf einer Fläche mit Nutztierhaltung gebaut werden?

Grundsätzlich kann Agri-PV auch mit Nutztierhaltung kombiniert werden. Hier bieten sich insbesondere hoch aufgeständerte Solaranlagen sowie nachgeführten Tracker Systemen Module an. Die Anlage und die Nutztierhaltung muss in einem landwirtschaftlichen Gesamtkonzept umgesetzt werden, aus dem ersichtlich ist, dass die Nutztiere von der Anlage profitieren.

Wie breit ist der Bewirtschaftungsstreifen?

Die Breite des Bewirtschaftungsstreifens bei Agri-PV-Anlagen liegt typischerweise zwischen 9 und 12 Metern, abhängig von der Bewirtschaftungsform. Unter den Modulen wird ein 1–2 Meter breiter Biodiversitätsstreifen angelegt, der zur ökologischen Aufwertung dient und als Pufferzone rechts und links zur Modulaufständerung fungiert. Mindestens 9 Meter Arbeitsbreite sind notwendig, um Verschattungen zwischen den Modulreihen zu vermeiden und sicherzustellen, dass gemäß DIN SPEC 91434 auf Ackerflächen mindestens 85 % und auf Grünland mehr als 90 % der Fläche bewirtschaftet werden können. Der Reihenabstand wird so gewählt, dass er sowohl die statischen Anforderungen (z.B.: Windlasten) als auch eine ausreichende Energieerzeugung und eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht.

Inwieweit wird die Nutzung der Fläche für die Landwirtschaft beeinflusst?

Selbstverständlich bringt der Aufbau einer Agri-PV-Anlage gewisse Einschränkungen für die Bearbeitung des Feldes mit sich. Diese sind jedoch aufgrund der individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reihenabstände (i.d.R. 11-14 m; auch größer möglich), die an die Größe der Maschinen angepasst werden können, überschaubar. Zudem bleibt das Vorgewende erhalten mit einer Breite, die individuell mit Ihnen abgestimmt wird.

Wie sind die Auswirkungen einer Agri-PV-Anlage auf den landwirtschaftlichen Ertrag?

Nach derzeitigen Erkenntnissen (v.a. Studien des Frauenhofer ISE und Technologieförderzentrum Bayern) gibt es – je nach Reihenabstand, Feldfrucht und konkreten Wetterbedingungen – z.T. leicht positiven, z.T. leicht negative Auswirkungen auf Menge und Qualität des Ertrags. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Vorgaben, die für die gesetzliche Förderung nach dem EEG erfüllt sein müssen (Erzielen von 66 % des landwirtschaftlichen Referenzertrags, s. DIN SPEC 91434), in allen Versuchen unproblematisch erreicht wurden.

Wie trägt die Agri-PV Anlage zur ökologischen Aufwertung der Fläche bei ?

Agri-PV-Anlagen tragen wesentlich zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen bei. Sie bieten Schutz vor Winderosion, indem die Solarmodule als Barriere wirken und den Boden stabilisieren. Zudem schützen sie vor Extremwetterphänomenen wie Hagel und Starkregen, wodurch Schäden an Erntepflanzen minimiert werden. Die teilweise Beschattung der Pflanzen verhindert Austrocknung, erhöht die Bodenfeuchtigkeit und kann in heißen Sommern zu gesteigerten Erträgen führen. Darüber hinaus erhalten Agri-PV-Anlagen der Fläche eine „Pause“ von intensiver Landwirtschaft, was die Bodengesundheit fördert und die Biodiversität unterstützt.

Welche Genehmigungen sind erforderlich, um Agri-PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zu errichten?

Grundsätzlich lässt sich das sehr klar unterscheiden – je nachdem, ob es sich um eine kleinere privilegierte Agri-PV-Anlage bis ca. 2,5 ha oder um eine großskalige Agri-PV-Anlage handelt:

Kleinere Anlagen bis ca. 2,5 ha (privilegiert nach § 35 Abs. 9 Nr. 1 BauGB):
Diese Anlagen sind planungsrechtlich privilegiert und benötigen daher kein Bauleitplanverfahren gemeinsam mit der Gemeinde. In der Regel reicht ein Bauantrag beim zuständigen Landratsamt.
Wenn die Kriterien Hofnähe, direkt-räumlich funktionaler Zusammenhang zur Hofstelle sowie eine Anlage pro Hofstelle erfüllt sind, ist eine Genehmigung innerhalb von ca. 4 Monaten grundsätzlich möglich.

Große Agri-PV-Anlagen:
Bei größeren Projekten ist der Prozess in der Regel umfangreicher und umfasst häufig ein Bauleitplanverfahren (Flächennutzungsplan/Bebauungsplan) inklusive der dazugehörigen Gutachten und Beteiligungen (z. B. Umweltprüfung, Artenschutz, Fachbehörden, Öffentlichkeit).

Wir übernehmen die Koordination der gesamten Schritte, binden Behörden und Fachgutachter ein und sorgen für eine saubere, prüffähige Dokumentation. Die Dauer variiert entsprechend – von mehreren Monaten (bei kleineren Anlagen, je nach Rahmenbedingungen) bis länger bei großskaligen Projekten. Parallel läuft meist die Klärung der Netzanbindung, die den Zeitplan wesentlich beeinflussen kann.

Wie wird Natur- und Artenschutz bei einem Agri-PV-Projekt berücksichtigt?

Artenschutz und Biodiversität sind fester Bestandteil unserer Projektentwicklung. Wir prüfen frühzeitig, welche Schutzgüter betroffen sein können (z. B. Brutvögel, Feldhamster, Fledermäuse oder Biotope) und stimmen die Vorgehensweise mit den zuständigen Behörden und Gutachtern ab. Wenn nötig, werden Kartierungen über geeignete Zeiträume durchgeführt und konkrete Maßnahmen eingeplant – etwa Schutz- und Rückzugsräume, angepasste Pflegekonzepte oder Bauzeitenregelungen. Ziel ist eine Lösung, die Landwirtschaft und Natur gleichermaßen berücksichtigt.

Wird Boden versiegelt oder die Fläche dauerhaft „verbraucht“?

Nein — Agri-PV ist darauf ausgelegt, die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten und die Fläche jederzeit in den Ursprungszustand zurückzuversetzen. In der Regel werden keine Fundamente gegossen: Die Unterkonstruktion wird gerammt, sodass keine dauerhafte Bodenversiegelung entsteht, sondern nur temporäre und sehr punktuelle Eingriffe (typischerweise < 1 % der Fläche).Die Fläche bleibt weiterhin bewirtschaftbar, und durch angepasste Pflege- und Nutzungskonzepte können je nach Standort sogar positive Effekte entstehen – etwa Bodenschutz, Mikroklima-Vorteile und mehr Biodiversität. Außerdem ist die Anlage grundsätzlich vollständig rückbaubar; das ist vertraglich geregelt.

Worin unterscheidet sich der Intraday-Handel vom Day-Ahead-Markt?

Der Day-Ahead-Markt ist eine einmalige tägliche Auktion, in der Strom für jede Lieferperiode des Folgetages zu einem einheitlichen markträumenden Preis gehandelt wird. Der Intraday-Handel läuft dagegen kontinuierlich über ein Orderbuch bis kurz vor Lieferung und bildet die Preise im Pay-as-bid-Verfahren. Er dient der kurzfristigen Feinsteuerung, während der Day-Ahead-Markt der Grundplanung dient.

Wer nimmt am Intraday-Handel teil?

Teilnehmer sind unter anderem Stromerzeuger, Energieversorger, Direktvermarkter, Speicherbetreiber und große Verbraucher. Für Photovoltaik- und Windparks erfolgt die Teilnahme regelmäßig über spezialisierte Direktvermarkter oder Aggregatoren, die den Börsenzugang und die Handelsabwicklung übernehmen. Einzelne Anlagenbetreiber handeln in der Regel nicht direkt selbst an der Börse.

Bis wann kann Strom im Intraday-Handel gehandelt werden?

Innerhalb derselben Regelzone kann Strom bis zu fünf Minuten vor Lieferbeginn gehandelt werden. Im grenzüberschreitenden Handel wurde die sogenannte Gate-Closure-Time Ende 2025 von 60 auf 30 Minuten vor Lieferung verkürzt. Diese kurzen Fristen ermöglichen es, sehr spät noch auf veränderte Wetterprognosen oder Kraftwerksausfälle zu reagieren.

Welche Rolle spielt die 15-Minuten-Auflösung seit Oktober 2025?

Seit dem 30. September 2025 wird die sogenannte Market Time Unit europaweit auf 15-Minuten-Intervalle umgestellt, auch im Day-Ahead-Markt. Dadurch lässt sich die tatsächliche, stark schwankende Erzeugung von Photovoltaikanlagen genauer abbilden. Für die Direktvermarktung kann dies Prognoseabweichungen reduzieren und so die Erlösqualität verbessern.

Beeinflusst der Intraday-Handel die Rendite eines Agri-PV-Investments?

Indirekt ja: Die im Intraday-Markt erzielten Ergebnisse bestimmen mit, wie gut Prognoseabweichungen ausgeglichen und Ausgleichsenergiekosten vermieden werden. Eine effiziente Vermarktung stabilisiert die laufenden Stromerlöse. Es handelt sich dabei jedoch um eine wirtschaftliche Einschätzung ohne Renditegarantie; die konkrete Wirkung hängt von Marktpreisen, Prognosequalität und Projektstruktur ab.

Warum produzieren Agri-PV Anlagen mehr Strom als Freiflächen Solaranlagen ?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen deutlich mehr Strom ("Volllaststunden") als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen. Je nach Standort können problemlos 1.400 kWh/kW im Jahr erzeugt werden.

Warum erreichen Agri-PV Anlagen einen höheren Wert in der Direktvermarktung als Freiflächen Solaranlagen?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen vermehrt Strom in den Morgen- und Abendstunden. In diesen Zeiten ist der Strombedarf bereits hoch, da die Industrie schon/noch Strom benötigt, während das Stromangebot durch die vor allem nach Süden ausgerichteten Freiflächen- und Dachanlagen noch gering ist. Agri-PV Anlagen können dann stark von den hohen Strompreisen profitieren.

Warum bekommen Agri-PV Anlagen eine höhere EEG-Vergütung als Freiflächen Solaranlagen?

Unter dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) bekommen Agri-PV Anlagen wegen ihrem netzdienlichem und sozialverträglichem Konzept eine höhere Vergütung als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen.

Wie lange kann man mit Erträgen rechnen?

Die Pachtverträge für unsere Anlagen laufen mind. 30 Jahre, wobei hier die letzten 10 Jahre durch die in der Regel dann zurückgeführte Finanzierung am ertragreichsten sind. Nach Ablauf der 30 Jahre müssen mit den Flächeneigentümern neue Pachtverträge abgeschlossen werden, damit die Anlage weiter Strom produzieren kann.

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