Strommarkt & Vergütung
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Was ist der Marktwert Solar?

Der Marktwert Solar (MW Solar) ist der mengengewichtete durchschnittliche Börsenpreis, zu dem Solarstrom in einem bestimmten Zeitraum am Spotmarkt gehandelt wurde. Er wird von den Übertragungsnetzbetreibern nach den Vorgaben der Anlage 1 zu §23a EEG berechnet und monatlich sowie jährlich auf netztransparenz.de veröffentlicht. Für Direktinvestments in Agri-Photovoltaik ist der Marktwert Solar die zentrale Erlöskennzahl: Er bestimmt, was eine Anlage je eingespeister Kilowattstunde am Markt erzielt, und bildet zugleich die Bemessungsgrundlage für die Höhe der Marktprämie.

June 2, 2026

Inhaltsverzeichnis

Marktwert Solar auf den Punkt gebracht

  • Definition: Mengengewichteter durchschnittlicher Spotmarktpreis für Solarstrom in einem Kalendermonat oder -jahr, ausgedrückt in Cent pro Kilowattstunde
  • Rechtsgrundlage: Anlage 1 (zu §23a EEG) Nr. 5.2 – berechnet aus den stündlichen bzw. viertelstündlichen Börsenpreisen, gewichtet mit der jeweils eingespeisten Solarstrommenge
  • Veröffentlichung: Monatsmarktwert und Jahresmarktwert durch die Übertragungsnetzbetreiber auf netztransparenz.de
  • Monatsmarktwert Solar: maßgeblich für Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 1.1.2023
  • Jahresmarktwert Solar: maßgeblich für die Marktprämie von Anlagen mit Inbetriebnahme ab dem 1.1.2023
  • Aktueller Wert: Jahresmarktwert Solar 2025 bei 4,508 ct/kWh; Monatsmarktwert Januar 2026 bei 11,019 ct/kWh
  • Relevant für: alle Agri-PV-Anlagen in der geförderten Direktvermarktung sowie als Erlösbasis für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung eines Investments

Was bedeutet der Marktwert Solar konkret?

Strom wird an der Börse stündlich – seit Oktober 2025 viertelstündlich – neu gehandelt. Der allgemeine Marktwert aller Energieträger entspricht dem durchschnittlichen Großhandelspreis über alle Stunden eines Zeitraums, also dem Preis bei gleichmäßiger Einspeisung. Der Marktwert Solar berücksichtigt dagegen nur jene Stunden, in denen tatsächlich Solarstrom eingespeist wird, und gewichtet sie nach der eingespeisten Strommenge.

Genau hier liegt der wirtschaftlich entscheidende Punkt: Photovoltaik erzeugt vor allem mittags, wenn das Solarangebot hoch und der Börsenpreis dadurch niedrig ist. Der Marktwert Solar liegt deshalb systematisch unter dem allgemeinen Spotmarktpreis. Das Verhältnis aus Marktwert Solar und durchschnittlichem Börsenpreis wird als Profilfaktor (auch Solar-Faktor) bezeichnet.

Der Profilfaktor des Marktwerts Solar ist 2025 auf rund 50 Prozent gefallen. Solarstrom erzielte im Jahresmittel also nur etwa die Hälfte des allgemeinen Börsenstrompreises – ein struktureller Effekt des wachsenden PV-Zubaus, der für die Erlösplanung eines Investments eine zentrale Rolle spielt.

Wie wird der Marktwert Solar berechnet?

Die Berechnung folgt der Anlage 1 zu §23a EEG. Vereinfacht lässt sie sich in drei Schritten beschreiben:

  1. Stündliche Multiplikation: Für jede Stunde (bzw. Viertelstunde) eines Kalendermonats wird der durchschnittliche Spotmarktpreis mit der in dieser Stunde nach der Online-Hochrechnung erzeugten Solarstrommenge multipliziert.
  2. Summenbildung: Die Ergebnisse aller Stunden des Monats werden aufsummiert.
  3. Mengengewichtung: Diese Summe wird durch die gesamte im Monat erzeugte Solarstrommenge geteilt. Das Ergebnis ist der Monatsmarktwert Solar in Cent pro Kilowattstunde.

Der Jahresmarktwert Solar entsteht nicht als einfacher Durchschnitt der zwölf Monatswerte, sondern wird erneut mit der in jeder Stunde tatsächlich erzeugten Strommenge gewichtet. Maßgeblich für die Preisbildung ist die Strombörse, insbesondere der Day-Ahead-Markt der EPEX Spot.

Welche Rolle spielt der Marktwert Solar für die Vergütung?

In der geförderten Direktvermarktung bildet der Marktwert Solar die Brücke zwischen Börsenerlös und gesetzlicher Förderung. Die Marktprämie berechnet sich nach der Formel: anzulegender Wert minus Marktwert Solar. Ergibt sich rechnerisch ein negativer Wert – liegt der Marktwert also über dem anzulegenden Wert –, wird die Prämie auf null gekappt; sie wird nie negativ.

Daraus ergibt sich die wirtschaftliche Funktionsweise:

  • Niedriger Marktwert Solar: Der Börsenerlös ist gering, dafür steigt die Marktprämie. Anlagen mit gesetzlichem Förderanspruch sind damit nach unten weitgehend abgesichert.
  • Hoher Marktwert Solar: Der Börsenerlös ist hoch, die Marktprämie sinkt oder entfällt. Der Gesamterlös bleibt jedoch mindestens auf dem Niveau des anzulegenden Werts.
  • Ausgeförderte Anlagen: Nach Ende der 20-jährigen EEG-Förderung bildet allein der Jahresmarktwert Solar die Erlösbasis – ohne absichernde Prämie.

Das Marktprämienmodell federt das Marktwertrisiko innerhalb des Förderzeitraums also weitgehend ab. Für die Jahre der Anschlussvermarktung oder bei einem PPA trägt der Investor das Preisrisiko hingegen unmittelbar selbst.

Wie hat sich der Marktwert Solar zuletzt entwickelt?

Der Marktwert Solar unterliegt erheblichen saisonalen und jährlichen Schwankungen. Typisch ist ein hoher Wert im Winter bei geringer PV-Erzeugung und ein niedriger Wert in den Sommermonaten, wenn das Solarangebot den Preis genau zur Erzeugungszeit drückt.

  • Jahresmarktwert Solar 2024: 4,624 ct/kWh
  • Jahresmarktwert Solar 2025: 4,508 ct/kWh – rund die Hälfte des durchschnittlichen Spotmarktpreises
  • Monatswerte 2025: Spanne von etwa 1,8 ct/kWh in den Sommermonaten bis 11,5 ct/kWh im Januar
  • Monatsmarktwert Januar 2026: 11,019 ct/kWh, bei höheren Spotpreisen im Winter

Hinzu kommen Phasen mit negativen Strompreisen, die in den Sommermonaten zunehmen und den Marktwert zusätzlich drücken. Diese Entwicklung verdeutlicht, warum eine belastbare Erlösplanung für ein Agri-PV-Investment nicht mit dem allgemeinen Börsenpreis, sondern mit dem deutlich niedrigeren Marktwert Solar und realistischen Annahmen zum Profilfaktor arbeiten sollte.

Warum ist der Marktwert Solar für Agri-PV-Investoren relevant?

Für ein Direktinvestment in Agri-Photovoltaik ist der Marktwert Solar die zentrale Größe auf der Erlösseite und damit ein wesentlicher Treiber der Rendite. Während der steuerliche Hebel aus Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung in den ersten Jahren wirkt, bestimmt der Marktwert Solar über die gesamte Laufzeit die laufenden Stromerlöse.

Zwei Aspekte sind dabei besonders zu beachten:

  • Profilfaktor-Risiko: Mit weiter wachsendem PV-Zubau kann der Profilfaktor künftig sinken, was die Markterlöse je Kilowattstunde unter Druck setzt. Speicher- und Vermarktungsstrategien gewinnen dadurch an Bedeutung.
  • Vergütungsstruktur der Anlage: Ob eine Anlage in der geförderten Direktvermarktung mit Marktprämie läuft, über ein PPA vermarktet oder bereits ausgefördert ist, entscheidet darüber, wie stark die Schwankungen des Marktwerts auf den Investor durchschlagen.

Die konkrete Erlös- und Renditewirkung hängt vom individuellen Anlagenstandort, der Vergütungsstruktur und der weiteren Marktentwicklung ab. Die hier genannten Werte sind eine allgemeine Information und keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung; eine fachliche Prüfung im Einzelfall ist unverzichtbar.

Häufig gestellte Fragen

Welche Flächen kommen für Agri-PV-Anlagen in Frage?

Grundsätzlich eignen sich die meisten Flächen, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Problematisch sind Flächen in bestimmten Naturschutzgebieten, wie bspw. Vogelschutzgebiet oder Flora-Fauna-Habitat. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Agri-PV Anlage ist je nach Standort, Flächenstruktur und Netzinfrastruktur oft aber erst ab einer bestimmten Flächengröße möglich: Jede landwirtschaftliche Fläche bis 2,5ha in Hofnähe sowie Grünland ab 5 ha und Acker ab 10ha.

Was kann auf der Fläche angebaut werden?

Generell kann die Fläche bei Agri-PV sowohl als Dauergrünland als auch für Ackerbau oder den Anbau von Dauerkulturen genutzt werden. Bei bodennahen nachgeführten Agri-PV-Systemen ist der Anbau von hochwachsenden Pflanzen ab einer Wuchshöhe von 1,50m (z.B. Mais, Sonnenblumen) problematisch, da diese die Module verschatten und somit den Stromertrag reduzieren können.

Kann eine Agri-PV-Anlage auch auf einer Fläche mit Nutztierhaltung gebaut werden?

Grundsätzlich kann Agri-PV auch mit Nutztierhaltung kombiniert werden. Hier bieten sich insbesondere hoch aufgeständerte Solaranlagen sowie nachgeführten Tracker Systemen Module an. Die Anlage und die Nutztierhaltung muss in einem landwirtschaftlichen Gesamtkonzept umgesetzt werden, aus dem ersichtlich ist, dass die Nutztiere von der Anlage profitieren.

Wie breit ist der Bewirtschaftungsstreifen?

Die Breite des Bewirtschaftungsstreifens bei Agri-PV-Anlagen liegt typischerweise zwischen 9 und 12 Metern, abhängig von der Bewirtschaftungsform. Unter den Modulen wird ein 1–2 Meter breiter Biodiversitätsstreifen angelegt, der zur ökologischen Aufwertung dient und als Pufferzone rechts und links zur Modulaufständerung fungiert. Mindestens 9 Meter Arbeitsbreite sind notwendig, um Verschattungen zwischen den Modulreihen zu vermeiden und sicherzustellen, dass gemäß DIN SPEC 91434 auf Ackerflächen mindestens 85 % und auf Grünland mehr als 90 % der Fläche bewirtschaftet werden können. Der Reihenabstand wird so gewählt, dass er sowohl die statischen Anforderungen (z.B.: Windlasten) als auch eine ausreichende Energieerzeugung und eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht.

Inwieweit wird die Nutzung der Fläche für die Landwirtschaft beeinflusst?

Selbstverständlich bringt der Aufbau einer Agri-PV-Anlage gewisse Einschränkungen für die Bearbeitung des Feldes mit sich. Diese sind jedoch aufgrund der individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reihenabstände (i.d.R. 11-14 m; auch größer möglich), die an die Größe der Maschinen angepasst werden können, überschaubar. Zudem bleibt das Vorgewende erhalten mit einer Breite, die individuell mit Ihnen abgestimmt wird.

Wie sind die Auswirkungen einer Agri-PV-Anlage auf den landwirtschaftlichen Ertrag?

Nach derzeitigen Erkenntnissen (v.a. Studien des Frauenhofer ISE und Technologieförderzentrum Bayern) gibt es – je nach Reihenabstand, Feldfrucht und konkreten Wetterbedingungen – z.T. leicht positiven, z.T. leicht negative Auswirkungen auf Menge und Qualität des Ertrags. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Vorgaben, die für die gesetzliche Förderung nach dem EEG erfüllt sein müssen (Erzielen von 66 % des landwirtschaftlichen Referenzertrags, s. DIN SPEC 91434), in allen Versuchen unproblematisch erreicht wurden.

Wie trägt die Agri-PV Anlage zur ökologischen Aufwertung der Fläche bei ?

Agri-PV-Anlagen tragen wesentlich zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen bei. Sie bieten Schutz vor Winderosion, indem die Solarmodule als Barriere wirken und den Boden stabilisieren. Zudem schützen sie vor Extremwetterphänomenen wie Hagel und Starkregen, wodurch Schäden an Erntepflanzen minimiert werden. Die teilweise Beschattung der Pflanzen verhindert Austrocknung, erhöht die Bodenfeuchtigkeit und kann in heißen Sommern zu gesteigerten Erträgen führen. Darüber hinaus erhalten Agri-PV-Anlagen der Fläche eine „Pause“ von intensiver Landwirtschaft, was die Bodengesundheit fördert und die Biodiversität unterstützt.

Welche Genehmigungen sind erforderlich, um Agri-PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zu errichten?

Grundsätzlich lässt sich das sehr klar unterscheiden – je nachdem, ob es sich um eine kleinere privilegierte Agri-PV-Anlage bis ca. 2,5 ha oder um eine großskalige Agri-PV-Anlage handelt:

Kleinere Anlagen bis ca. 2,5 ha (privilegiert nach § 35 Abs. 9 Nr. 1 BauGB):
Diese Anlagen sind planungsrechtlich privilegiert und benötigen daher kein Bauleitplanverfahren gemeinsam mit der Gemeinde. In der Regel reicht ein Bauantrag beim zuständigen Landratsamt.
Wenn die Kriterien Hofnähe, direkt-räumlich funktionaler Zusammenhang zur Hofstelle sowie eine Anlage pro Hofstelle erfüllt sind, ist eine Genehmigung innerhalb von ca. 4 Monaten grundsätzlich möglich.

Große Agri-PV-Anlagen:
Bei größeren Projekten ist der Prozess in der Regel umfangreicher und umfasst häufig ein Bauleitplanverfahren (Flächennutzungsplan/Bebauungsplan) inklusive der dazugehörigen Gutachten und Beteiligungen (z. B. Umweltprüfung, Artenschutz, Fachbehörden, Öffentlichkeit).

Wir übernehmen die Koordination der gesamten Schritte, binden Behörden und Fachgutachter ein und sorgen für eine saubere, prüffähige Dokumentation. Die Dauer variiert entsprechend – von mehreren Monaten (bei kleineren Anlagen, je nach Rahmenbedingungen) bis länger bei großskaligen Projekten. Parallel läuft meist die Klärung der Netzanbindung, die den Zeitplan wesentlich beeinflussen kann.

Wie wird Natur- und Artenschutz bei einem Agri-PV-Projekt berücksichtigt?

Artenschutz und Biodiversität sind fester Bestandteil unserer Projektentwicklung. Wir prüfen frühzeitig, welche Schutzgüter betroffen sein können (z. B. Brutvögel, Feldhamster, Fledermäuse oder Biotope) und stimmen die Vorgehensweise mit den zuständigen Behörden und Gutachtern ab. Wenn nötig, werden Kartierungen über geeignete Zeiträume durchgeführt und konkrete Maßnahmen eingeplant – etwa Schutz- und Rückzugsräume, angepasste Pflegekonzepte oder Bauzeitenregelungen. Ziel ist eine Lösung, die Landwirtschaft und Natur gleichermaßen berücksichtigt.

Wird Boden versiegelt oder die Fläche dauerhaft „verbraucht“?

Nein — Agri-PV ist darauf ausgelegt, die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten und die Fläche jederzeit in den Ursprungszustand zurückzuversetzen. In der Regel werden keine Fundamente gegossen: Die Unterkonstruktion wird gerammt, sodass keine dauerhafte Bodenversiegelung entsteht, sondern nur temporäre und sehr punktuelle Eingriffe (typischerweise < 1 % der Fläche).Die Fläche bleibt weiterhin bewirtschaftbar, und durch angepasste Pflege- und Nutzungskonzepte können je nach Standort sogar positive Effekte entstehen – etwa Bodenschutz, Mikroklima-Vorteile und mehr Biodiversität. Außerdem ist die Anlage grundsätzlich vollständig rückbaubar; das ist vertraglich geregelt.

Wo wird der aktuelle Marktwert Solar veröffentlicht?

Die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen den Monats- und Jahresmarktwert Solar auf der gemeinsamen Informationsplattform netztransparenz.de. Dort finden sich auch die zugehörigen Vermarktungskosten und die Werte der übrigen Energieträger. Die Veröffentlichung erfolgt rückwirkend für den jeweils abgelaufenen Zeitraum.

Was ist der Unterschied zwischen Monats- und Jahresmarktwert Solar?

Der Monatsmarktwert Solar bildet den mengengewichteten Börsenpreis eines einzelnen Kalendermonats ab und ist für Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 1.1.2023 maßgeblich. Der Jahresmarktwert Solar gewichtet die stündlichen Preise über das gesamte Jahr und ist die Bemessungsgrundlage für die Marktprämie von Anlagen ab Inbetriebnahme 1.1.2023 sowie für ausgeförderte Anlagen.

Warum liegt der Marktwert Solar unter dem allgemeinen Börsenstrompreis?

Photovoltaik speist vor allem in den Mittagsstunden ein, in denen das hohe Solarangebot die Börsenpreise drückt. Da der Marktwert Solar nur diese Erzeugungsstunden mengengewichtet berücksichtigt, fällt er niedriger aus als der über alle Stunden gemittelte Börsenpreis. Dieses Verhältnis wird als Profilfaktor bezeichnet und lag 2025 bei rund 50 Prozent.

Welches Erlösrisiko entsteht durch einen sinkenden Marktwert Solar?

Innerhalb der EEG-Förderung gleicht die Marktprämie ein Absinken des Marktwerts bis zum anzulegenden Wert weitgehend aus, sodass das Erlösrisiko begrenzt ist. Bei Vermarktung über ein PPA oder nach Ende der Förderung trägt der Investor das Preisrisiko unmittelbar. Eine realistische, vorsichtige Erlösannahme ist daher Grundlage jeder seriösen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Beeinflusst der Marktwert Solar die steuerliche Behandlung eines Agri-PV-Investments?

Der Marktwert Solar ist eine reine Erlöskennzahl und hat keinen unmittelbaren Einfluss auf den Investitionsabzugsbetrag oder die Abschreibung, die an die Anschaffungskosten anknüpfen. Er bestimmt jedoch die laufenden Einnahmen und damit die zu versteuernden Gewinne über die Laufzeit. Die konkrete steuerliche Auswirkung sollte mit einem Steuerberater geklärt werden.

Warum produzieren Agri-PV Anlagen mehr Strom als Freiflächen Solaranlagen ?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen deutlich mehr Strom ("Volllaststunden") als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen. Je nach Standort können problemlos 1.400 kWh/kW im Jahr erzeugt werden.

Warum erreichen Agri-PV Anlagen einen höheren Wert in der Direktvermarktung als Freiflächen Solaranlagen?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen vermehrt Strom in den Morgen- und Abendstunden. In diesen Zeiten ist der Strombedarf bereits hoch, da die Industrie schon/noch Strom benötigt, während das Stromangebot durch die vor allem nach Süden ausgerichteten Freiflächen- und Dachanlagen noch gering ist. Agri-PV Anlagen können dann stark von den hohen Strompreisen profitieren.

Warum bekommen Agri-PV Anlagen eine höhere EEG-Vergütung als Freiflächen Solaranlagen?

Unter dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) bekommen Agri-PV Anlagen wegen ihrem netzdienlichem und sozialverträglichem Konzept eine höhere Vergütung als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen.

Wie lange kann man mit Erträgen rechnen?

Die Pachtverträge für unsere Anlagen laufen mind. 30 Jahre, wobei hier die letzten 10 Jahre durch die in der Regel dann zurückgeführte Finanzierung am ertragreichsten sind. Nach Ablauf der 30 Jahre müssen mit den Flächeneigentümern neue Pachtverträge abgeschlossen werden, damit die Anlage weiter Strom produzieren kann.

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