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Was ist Solarstrom? Erzeugung, Anteil & Kosten

Solarstrom bezeichnet elektrische Energie, die mithilfe von Photovoltaik-Anlagen direkt aus Sonneneinstrahlung gewonnen wird. Mit einem Anteil von rund 16,8 % am deutschen Strommix und einer installierten Leistung von 117,7 GW (Ende 2025) ist Solarstrom nach der Windkraft die zweitwichtigste Quelle erneuerbarer Energien. Im Kontext von Agri-PV wird Solarstrom auf landwirtschaftlichen Flächen erzeugt – ohne diese der Bewirtschaftung zu entziehen.

May 10, 2026

Inhaltsverzeichnis

Solarstrom auf den Punkt gebracht

  • Definition: Elektrische Energie aus Sonneneinstrahlung, gewonnen über Photovoltaik-Module
  • Stellenwert 2025: 87,4 TWh Erzeugung, 117,7 GW installierte Leistung, 16,8 % Anteil am Strommix in Deutschland
  • Stromgestehungskosten: Mit 4,1–6,9 ct/kWh die günstigste Stromerzeugung in Deutschland
  • Agri-PV-Bezug: Solarstromerzeugung ohne Flächenverlust für die Landwirtschaft – Doppelnutzung statt Konkurrenz

Wie wird Solarstrom erzeugt?

Solarstrom entsteht in Photovoltaik-Modulen, die das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandeln. Den physikalischen Kern bildet der photovoltaische Effekt: Trifft Licht auf eine Halbleiterzelle – meist aus kristallinem Silizium – werden Elektronen aus ihrer Bindung gelöst und in Bewegung versetzt. Diese Ladungsträger erzeugen einen Gleichstrom, der über einen Wechselrichter in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist wird.

Eine durchschnittliche PV-Anlage in Deutschland erzielt jährlich 900 bis 1.100 Volllaststunden. Süddeutsche Standorte erreichen dabei höhere Erträge als norddeutsche, doch auch in nördlichen Regionen lohnt sich die Nutzung. Moderne bifaziale Module in Kombination mit einachsigen Trackern erzielen 20 bis 30 Prozent höhere Erträge als starre Standardanlagen.

Die installierte Solarleistung in Deutschland überschritt Ende 2025 erstmals die Marke von 117 Gigawatt. Im Juni 2025 wurden mit rund 12 TWh so viel Solarstrom in einem Monat erzeugt wie nie zuvor – die Photovoltaik überholte 2025 sowohl Braunkohle als auch Erdgas in der Stromerzeugung.

Welchen Anteil hat Solarstrom am deutschen Strommix?

2025 wurden in Deutschland insgesamt rund 87,4 TWh Solarstrom erzeugt – ein Plus von rund 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit speist die Photovoltaik nach der Windkraft den zweitgrößten Beitrag zur erneuerbaren Stromerzeugung ein und hat 2025 erstmals fossile Energieträger wie Braunkohle und Erdgas bei der Stromerzeugung überholt.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • 117,7 GW installierte PV-Leistung Ende 2025 (Ende 2024: 99,9 GW)
  • 16,8 % Anteil am deutschen Bruttostromerzeugungsmix
  • 5,7 Millionen Solaranlagen sind in Deutschland in Betrieb
  • 16,2 GW Zubau netto allein im Jahr 2025
  • 60 Mio. Tonnen CO₂ wurden 2025 durch Solarstrom vermieden

Diese Dynamik ist Teil eines klaren Trends: Mit dem Ziel von 215 GW installierter PV-Leistung bis 2030 baut Deutschland die Solarenergie als tragende Säule der Energiewende aus. Allerdings reicht der bisherige Zubau nicht aus – laut Fraunhofer ISE muss er 2026 auf rund 22 GW pro Jahr gesteigert werden, um die Klimaziele zu erreichen.

Was kostet Solarstrom in der Erzeugung?

Solarstrom zählt heute zu den günstigsten Stromerzeugungstechnologien überhaupt. Die Stromgestehungskosten (LCOE) liegen laut Fraunhofer ISE je nach Anlagentyp und Standort zwischen 4,1 und 14,4 ct/kWh:

  • Freiflächenanlagen: 4,1–6,9 ct/kWh – die günstigste Variante
  • Große Dachanlagen (über 30 kWp): 5,7–12,0 ct/kWh
  • Kleine Dachanlagen (unter 30 kWp): 6,3–14,4 ct/kWh
  • Konventionelle Kraftwerke (Kohle, Gas): 15–35 ct/kWh

Damit erzeugt Solarstrom bereits heute günstiger als jedes neue fossile Kraftwerk. Die Modulpreise sind seit 2010 um über 90 Prozent gefallen, gleichzeitig ist die Effizienz moderner Module deutlich gestiegen. Diese Kombination macht Photovoltaik zum ökonomisch attraktivsten Pfad der Stromerzeugung – ein zentraler Hebel für den Erfolg der erneuerbaren Energien.

Welche Rolle spielt Solarstrom in der Agri-PV?

Konventionelle PV-Großprojekte stehen vor einer Herausforderung: Sie konkurrieren mit der Landwirtschaft um knappe Flächen. Die Agri-Photovoltaik löst diesen Konflikt durch Doppelnutzung: Auf derselben Fläche entstehen gleichzeitig Solarstrom und landwirtschaftliche Erzeugnisse.

Das Potenzial ist erheblich. Eine Studie des Öko-Instituts beziffert die in Deutschland besonders geeigneten Agri-PV-Flächen auf 4,3 Millionen Hektar. Würde nur ein Bruchteil dieser Flächen genutzt, ließen sich die deutschen Ausbauziele für Solarstrom übertreffen, ohne weitere Ackerflächen aus der Nahrungsmittelproduktion zu nehmen.

Vorteile der Solarstromerzeugung in Agri-PV-Anlagen

  • Keine Flächenkonkurrenz: Anders als bei klassischer Süd-ausgerichteter Freiflächen-Photovoltaik bleibt die Fläche landwirtschaftlich nutzbar
  • Synergien für Landwirte: Schatten reduziert Verdunstung, verbessert Bodenfeuchte und schützt Pflanzen sowie Tiere vor Hitzestress
  • Versorgungssicherheit: Solarstrom-Erzeugung in der Fläche verteilt – weniger Konzentrationsrisiken, mehr regionale Wertschöpfung

Wie wird Solarstrom vermarktet?

Erzeugter Solarstrom kann auf unterschiedlichen Wegen vermarktet werden. Welcher Weg wirtschaftlich am sinnvollsten ist, hängt von Anlagengröße, Eigenverbrauchsanteil und individueller Strategie ab.

Einspeisung mit fester Vergütung

Anlagen bis 1.000 kWp erhalten eine über 20 Jahre garantierte EEG-Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde. Diese Festvergütung bietet maximale Planungssicherheit für Betreiber und Banken.

Direktvermarktung

Größere Anlagen ab 100 kWp sind zur Direktvermarktung verpflichtet: Der Strom wird an der Strombörse verkauft, der Betreiber erhält eine zusätzliche Marktprämie. Bei Spitzenpreisen entstehen so höhere Erlöse als mit der Festvergütung – allerdings muss bei negativen Strompreisen (gemäß Solarspitzengesetz) auf die Vergütung verzichtet werden.

Eigenverbrauch und PPA

Selbst genutzter Solarstrom ersetzt Netzstrom, der mit 31–37 ct/kWh deutlich teurer ist als die Erzeugungskosten. Über langfristige Power Purchase Agreements (PPA) können Erzeuger ihren Strom auch direkt an Industrie- oder Gewerbekunden verkaufen – ohne Umweg über die Börse und mit langfristig planbaren Preisen für beide Seiten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Flächen kommen für Agri-PV-Anlagen in Frage?

Grundsätzlich eignen sich die meisten Flächen, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Problematisch sind Flächen in bestimmten Naturschutzgebieten, wie bspw. Vogelschutzgebiet oder Flora-Fauna-Habitat. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Agri-PV Anlage ist je nach Standort, Flächenstruktur und Netzinfrastruktur oft aber erst ab einer bestimmten Flächengröße möglich: Jede landwirtschaftliche Fläche bis 2,5ha in Hofnähe sowie Grünland ab 5 ha und Acker ab 10ha.

Was kann auf der Fläche angebaut werden?

Generell kann die Fläche bei Agri-PV sowohl als Dauergrünland als auch für Ackerbau oder den Anbau von Dauerkulturen genutzt werden. Bei bodennahen nachgeführten Agri-PV-Systemen ist der Anbau von hochwachsenden Pflanzen ab einer Wuchshöhe von 1,50m (z.B. Mais, Sonnenblumen) problematisch, da diese die Module verschatten und somit den Stromertrag reduzieren können.

Kann eine Agri-PV-Anlage auch auf einer Fläche mit Nutztierhaltung gebaut werden?

Grundsätzlich kann Agri-PV auch mit Nutztierhaltung kombiniert werden. Hier bieten sich insbesondere hoch aufgeständerte Solaranlagen sowie nachgeführten Tracker Systemen Module an. Die Anlage und die Nutztierhaltung muss in einem landwirtschaftlichen Gesamtkonzept umgesetzt werden, aus dem ersichtlich ist, dass die Nutztiere von der Anlage profitieren.

Wie breit ist der Bewirtschaftungsstreifen?

Die Breite des Bewirtschaftungsstreifens bei Agri-PV-Anlagen liegt typischerweise zwischen 9 und 12 Metern, abhängig von der Bewirtschaftungsform. Unter den Modulen wird ein 1–2 Meter breiter Biodiversitätsstreifen angelegt, der zur ökologischen Aufwertung dient und als Pufferzone rechts und links zur Modulaufständerung fungiert. Mindestens 9 Meter Arbeitsbreite sind notwendig, um Verschattungen zwischen den Modulreihen zu vermeiden und sicherzustellen, dass gemäß DIN SPEC 91434 auf Ackerflächen mindestens 85 % und auf Grünland mehr als 90 % der Fläche bewirtschaftet werden können. Der Reihenabstand wird so gewählt, dass er sowohl die statischen Anforderungen (z.B.: Windlasten) als auch eine ausreichende Energieerzeugung und eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht.

Inwieweit wird die Nutzung der Fläche für die Landwirtschaft beeinflusst?

Selbstverständlich bringt der Aufbau einer Agri-PV-Anlage gewisse Einschränkungen für die Bearbeitung des Feldes mit sich. Diese sind jedoch aufgrund der individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reihenabstände (i.d.R. 11-14 m; auch größer möglich), die an die Größe der Maschinen angepasst werden können, überschaubar. Zudem bleibt das Vorgewende erhalten mit einer Breite, die individuell mit Ihnen abgestimmt wird.

Wie sind die Auswirkungen einer Agri-PV-Anlage auf den landwirtschaftlichen Ertrag?

Nach derzeitigen Erkenntnissen (v.a. Studien des Frauenhofer ISE und Technologieförderzentrum Bayern) gibt es – je nach Reihenabstand, Feldfrucht und konkreten Wetterbedingungen – z.T. leicht positiven, z.T. leicht negative Auswirkungen auf Menge und Qualität des Ertrags. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Vorgaben, die für die gesetzliche Förderung nach dem EEG erfüllt sein müssen (Erzielen von 66 % des landwirtschaftlichen Referenzertrags, s. DIN SPEC 91434), in allen Versuchen unproblematisch erreicht wurden.

Wie trägt die Agri-PV Anlage zur ökologischen Aufwertung der Fläche bei ?

Agri-PV-Anlagen tragen wesentlich zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen bei. Sie bieten Schutz vor Winderosion, indem die Solarmodule als Barriere wirken und den Boden stabilisieren. Zudem schützen sie vor Extremwetterphänomenen wie Hagel und Starkregen, wodurch Schäden an Erntepflanzen minimiert werden. Die teilweise Beschattung der Pflanzen verhindert Austrocknung, erhöht die Bodenfeuchtigkeit und kann in heißen Sommern zu gesteigerten Erträgen führen. Darüber hinaus erhalten Agri-PV-Anlagen der Fläche eine „Pause“ von intensiver Landwirtschaft, was die Bodengesundheit fördert und die Biodiversität unterstützt.

Welche Genehmigungen sind erforderlich, um Agri-PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zu errichten?

Grundsätzlich lässt sich das sehr klar unterscheiden – je nachdem, ob es sich um eine kleinere privilegierte Agri-PV-Anlage bis ca. 2,5 ha oder um eine großskalige Agri-PV-Anlage handelt:

Kleinere Anlagen bis ca. 2,5 ha (privilegiert nach § 35 Abs. 9 Nr. 1 BauGB):
Diese Anlagen sind planungsrechtlich privilegiert und benötigen daher kein Bauleitplanverfahren gemeinsam mit der Gemeinde. In der Regel reicht ein Bauantrag beim zuständigen Landratsamt.
Wenn die Kriterien Hofnähe, direkt-räumlich funktionaler Zusammenhang zur Hofstelle sowie eine Anlage pro Hofstelle erfüllt sind, ist eine Genehmigung innerhalb von ca. 4 Monaten grundsätzlich möglich.

Große Agri-PV-Anlagen:
Bei größeren Projekten ist der Prozess in der Regel umfangreicher und umfasst häufig ein Bauleitplanverfahren (Flächennutzungsplan/Bebauungsplan) inklusive der dazugehörigen Gutachten und Beteiligungen (z. B. Umweltprüfung, Artenschutz, Fachbehörden, Öffentlichkeit).

Wir übernehmen die Koordination der gesamten Schritte, binden Behörden und Fachgutachter ein und sorgen für eine saubere, prüffähige Dokumentation. Die Dauer variiert entsprechend – von mehreren Monaten (bei kleineren Anlagen, je nach Rahmenbedingungen) bis länger bei großskaligen Projekten. Parallel läuft meist die Klärung der Netzanbindung, die den Zeitplan wesentlich beeinflussen kann.

Wie wird Natur- und Artenschutz bei einem Agri-PV-Projekt berücksichtigt?

Artenschutz und Biodiversität sind fester Bestandteil unserer Projektentwicklung. Wir prüfen frühzeitig, welche Schutzgüter betroffen sein können (z. B. Brutvögel, Feldhamster, Fledermäuse oder Biotope) und stimmen die Vorgehensweise mit den zuständigen Behörden und Gutachtern ab. Wenn nötig, werden Kartierungen über geeignete Zeiträume durchgeführt und konkrete Maßnahmen eingeplant – etwa Schutz- und Rückzugsräume, angepasste Pflegekonzepte oder Bauzeitenregelungen. Ziel ist eine Lösung, die Landwirtschaft und Natur gleichermaßen berücksichtigt.

Wird Boden versiegelt oder die Fläche dauerhaft „verbraucht“?

Nein — Agri-PV ist darauf ausgelegt, die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten und die Fläche jederzeit in den Ursprungszustand zurückzuversetzen. In der Regel werden keine Fundamente gegossen: Die Unterkonstruktion wird gerammt, sodass keine dauerhafte Bodenversiegelung entsteht, sondern nur temporäre und sehr punktuelle Eingriffe (typischerweise < 1 % der Fläche).Die Fläche bleibt weiterhin bewirtschaftbar, und durch angepasste Pflege- und Nutzungskonzepte können je nach Standort sogar positive Effekte entstehen – etwa Bodenschutz, Mikroklima-Vorteile und mehr Biodiversität. Außerdem ist die Anlage grundsätzlich vollständig rückbaubar; das ist vertraglich geregelt.

Ist Solarstrom wirklich CO₂-neutral?

Im Betrieb erzeugt Solarstrom keine direkten Emissionen. Die Herstellung der Module verursacht zwar einen CO₂-Rucksack, der jedoch je nach Standort bereits nach 1–2 Jahren durch eingespartes CO₂ kompensiert ist. Über die typische Anlagenlebensdauer von 25 bis 30 Jahren ist Solarstrom damit eine der klimafreundlichsten Stromquellen überhaupt. 2025 wurden in Deutschland durch Photovoltaik rund 60 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen vermieden.

Wie viel Solarstrom kann eine Agri-PV-Anlage erzeugen?

Eine moderne Agri-PV-Anlage erzeugt typischerweise zwischen 600 und 800 MWh Solarstrom pro Hektar und Jahr – abhängig von Standort, Anlagentyp und Modultechnologie. Tracker-Systeme können diesen Wert um 20 bis 30 Prozent steigern. Eine Anlage von 10 Hektar deckt damit rechnerisch den Jahresstrombedarf von rund 2.000 bis 2.700 Haushalten.

Was passiert mit Solarstrom bei zu viel Erzeugung im Netz?

Bei einem Überangebot kann es zu negativen Strompreisen oder zur Abregelung von Anlagen kommen. Seit Inkrafttreten des Solarspitzengesetzes im Februar 2025 erhalten neue PV-Anlagen in Stunden mit negativen Strompreisen keine Einspeisevergütung. Die entgangenen Förderstunden werden allerdings ans Ende der 20-jährigen Förderdauer angehängt, sodass kein finanzieller Nachteil entsteht. Lösungsansätze sind außerdem Batteriespeicher, intelligenter Eigenverbrauch und der weitere Netzausbau.

Lohnt sich Solarstrom auch in Norddeutschland?

Ja. Zwar erreichen norddeutsche Standorte rund 10 bis 15 Prozent geringere Erträge als süddeutsche Standorte, doch die starken Kostensenkungen bei Modulen machen Solarstrom auch im Norden wirtschaftlich. Niedersachsen und Schleswig-Holstein zählen zu den Bundesländern mit dem höchsten Agri-PV-Potenzial in Deutschland. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist nicht allein die Globalstrahlung, sondern auch der Anlagentyp, der Eigenverbrauchsanteil und die Vermarktungsstrategie.

Wie unterscheidet sich Solarstrom aus Agri-PV von normalem Solarstrom?

Technisch ist der erzeugte Strom identisch – physikalisch lässt sich Solarstrom aus Agri-PV nicht von Solarstrom aus Dachanlagen oder konventionellen Solarparks unterscheiden. Der Unterschied liegt in der Erzeugungsweise: Agri-PV-Solarstrom entsteht ohne Verlust landwirtschaftlicher Nutzfläche und wird im EEG mit einem höheren Bonussatz vergütet. Für Stromabnehmer mit Nachhaltigkeitsanspruch kann Agri-PV-Strom zudem durch entsprechende Herkunftsnachweise als besonders flächenschonend zertifiziert werden.

Warum produzieren Agri-PV Anlagen mehr Strom als Freiflächen Solaranlagen ?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen deutlich mehr Strom ("Volllaststunden") als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen. Je nach Standort können problemlos 1.400 kWh/kW im Jahr erzeugt werden.

Warum erreichen Agri-PV Anlagen einen höheren Wert in der Direktvermarktung als Freiflächen Solaranlagen?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen vermehrt Strom in den Morgen- und Abendstunden. In diesen Zeiten ist der Strombedarf bereits hoch, da die Industrie schon/noch Strom benötigt, während das Stromangebot durch die vor allem nach Süden ausgerichteten Freiflächen- und Dachanlagen noch gering ist. Agri-PV Anlagen können dann stark von den hohen Strompreisen profitieren.

Warum bekommen Agri-PV Anlagen eine höhere EEG-Vergütung als Freiflächen Solaranlagen?

Unter dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) bekommen Agri-PV Anlagen wegen ihrem netzdienlichem und sozialverträglichem Konzept eine höhere Vergütung als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen.

Wie lange kann man mit Erträgen rechnen?

Die Pachtverträge für unsere Anlagen laufen mind. 30 Jahre, wobei hier die letzten 10 Jahre durch die in der Regel dann zurückgeführte Finanzierung am ertragreichsten sind. Nach Ablauf der 30 Jahre müssen mit den Flächeneigentümern neue Pachtverträge abgeschlossen werden, damit die Anlage weiter Strom produzieren kann.

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