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Was sind erneuerbare Energien? Definition & Überblick

Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die sich kontinuierlich aus natürlichen Prozessen erneuern und nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen. Dazu zählen Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie. In Deutschland deckten sie 2025 rund 55 Prozent des Bruttostromverbrauchs; bis 2030 sollen es 80 Prozent sein. Agri-Photovoltaik ist eine innovative Form, die Sonnenenergie mit landwirtschaftlicher Nutzung auf derselben Fläche kombiniert.

April 30, 2026

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Energiequellen, die sich aus natürlichen Prozessen kontinuierlich erneuern – dazu zählen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie
  • Anteil am deutschen Bruttostromverbrauch 2025: Rund 55 Prozent
  • Gesetzliches Ziel für 2030: 80 Prozent erneuerbarer Strom – verankert im EEG
  • Tragende Säulen: Windkraft (rund 134 TWh) und Photovoltaik (rund 91 TWh) erzeugten 2025 zusammen drei Viertel des erneuerbaren Stroms
  • Schlüsselrolle der Landwirtschaft: Agrarflächen bieten massives Ausbaupotenzial – ohne Verlust für die Lebensmittelproduktion durch Agri-PV

Vom Nischenthema zur Hauptenergiequelle

Lange galten erneuerbare Energien als kostspielige Ergänzung zur konventionellen Stromerzeugung. Im Jahr 2000, als das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft trat, deckten sie gerade einmal 6 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Ein Vierteljahrhundert später ist das Verhältnis ein anderes: 2025 stammten rund 55 Prozent des verbrauchten Stroms aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse.

Die Photovoltaik markierte dabei einen historischen Wendepunkt. Mit einem Anteil von rund 17 Prozent am Strommix überholte sie 2025 erstmals sowohl Braunkohle als auch Erdgas. Damit ist die Stromversorgung in Deutschland nicht mehr von fossilen Energieträgern dominiert, sondern von einer dezentralen, regenerativen Erzeugung getragen.

2000: 6 Prozent. 2025: 55 Prozent. 2030 sollen es 80 Prozent sein. Der Pfad ist steil – und der Beitrag der landwirtschaftlichen Flächen wird auf den letzten 25 Prozentpunkten zur entscheidenden Größe.

Die fünf Säulen im Vergleich

Erneuerbare Energien sind kein einheitlicher Block, sondern eine Familie sehr unterschiedlicher Technologien. Jede hat ihre eigene Charakteristik, was Erzeugungsprofil, Skalierbarkeit und Standortbindung angeht.

Windenergie

Mit 133,9 TWh Stromerzeugung in 2025 weiterhin größter Beitragsleister, trotz eines historisch windschwachen ersten Quartals. Onshore-Anlagen liefern den Hauptteil, Offshore-Parks ergänzen mit besonders hoher Volllaststundenzahl. Erzeugungsschwerpunkt: nachts und in den Wintermonaten.

Sonnenenergie (Photovoltaik)

Rund 91 TWh in 2025 – mit einem Plus von 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr die wachstumsstärkste Quelle. PV erzeugt komplementär zur Windkraft tagsüber und im Sommerhalbjahr. Skaliert von Balkonkraftwerk bis Solarpark im dreistelligen Megawattbereich.

Bioenergie

Rund 36 TWh aus Biogas, Biomasse und biogenen Abfällen – stabil auf Vorjahresniveau. Im Gegensatz zu Wind und Sonne steuerbar: Biogasanlagen können bedarfsgerecht eingesetzt werden und tragen so zur Versorgungssicherheit bei.

Wasserkraft

Rund 16 TWh in 2025, mit deutlichem Rückgang um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund: außerordentlich niedrige Niederschläge. Die Wasserkraft ist in Deutschland weitgehend ausgeschöpft, mit kaum noch Zubaupotenzial.

Geothermie

Quantitativ noch nachrangig im Strombereich, aber mit großem Wachstum bei Umweltwärme über Wärmepumpen. Für die Wärmewende eine zentrale Technologie, im Strommix aktuell aber unter einem Prozent.

Das 80-Prozent-Ziel und der Engpass

Das im EEG verankerte Ausbauziel ist klar definiert: 80 Prozent erneuerbarer Strom am Bruttostromverbrauch bis 2030. Ergänzt wird dies durch das längerfristige Ziel der Klimaneutralität bis 2045.

Die Hebel dafür sind im Gesetzespaket angelegt:

  • Bis 2030 sollen rund 215 GW Photovoltaik-Leistung sowie 115 GW Onshore- und 30 GW Offshore-Windenergie installiert sein
  • Das Solarspitzengesetz verbessert seit Februar 2025 die Marktintegration der wachsenden Solarflotte
  • Das Solarpaket I wurde im Mai 2024 verabschiedet, um besondere Solaranlagen wie Agri-PV gezielt zu fördern – die beihilferechtliche EU-Genehmigung der relevanten Förderbestandteile steht allerdings noch aus

Doch genau hier zeigt sich der Engpass: Fläche. Mit jedem zusätzlichen Gigawatt installierter Leistung wird die Frage drängender, wo es errichtet werden soll – und auf wessen Kosten. Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft, Naturschutz, Siedlung und Energieerzeugung wird zum bestimmenden Thema.

Warum Agri-PV der Schlüssel zum 80-Prozent-Ziel ist

Hier kommt die Landwirtschaft ins Spiel – und zwar nicht als verdrängter Akteur, sondern als zentraler Partner. Der Grund: Agrarflächen sind die mit Abstand größte Landnutzungskategorie in Deutschland. Wer sie für die Energieerzeugung erschließen kann, ohne sie der Lebensmittelproduktion zu entziehen, löst den Flächenkonflikt nicht teilweise, sondern grundsätzlich.

Genau das leistet Agri-Photovoltaik. Eine echte Doppelnutzung entsteht: Strom, Bewirtschaftung dazwischen. Das Potenzial ist erheblich:

  • Laut Öko-Institut sind in Deutschland rund 4,3 Millionen Hektar Agrarfläche besonders für Agri-PV geeignet
  • Bereits 2023 verfügten 26 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe über EE-Anlagen – überwiegend PV – die Akzeptanz ist hoch
  • Die DIN SPEC 91434 definiert klare Mindeststandards für Doppelnutzung und Ertragserhalt

Dadurch werden erneuerbare Energien und Landwirtschaft nicht zu konkurrierenden Bewerbern um dieselbe Fläche, sondern zu Verbündeten in derselben Transformation.

Was beim weiteren Ausbau zu lösen ist

Drei strukturelle Herausforderungen werden den Pfad zum 80-Prozent-Ziel prägen:

Volatilität. Sonne und Wind liefern Strom witterungsabhängig. Speicher, Lastflexibilisierung und Sektorkopplung gewinnen an Bedeutung. Insbesondere Batteriespeicher sind seit 2024 stark gewachsen – Ende 2025 waren rund 2,3 Millionen Heimspeicher mit 22 GWh Kapazität installiert.

Netzausbau. Erzeugung und Verbrauch fallen geografisch oft auseinander – Windstrom kommt aus dem Norden, Industrieverbrauch sitzt im Süden. Der Netzentwicklungsplan definiert die nötigen Trassen bis 2045. Für dezentrale Agri-PV-Anlagen in der Fläche ist das ein erleichternder Faktor: Sie speisen verbrauchsnah ein.

Marktintegration. Mit hohen Erzeugungsspitzen sinken die Marktpreise nach dem Merit-Order-Prinzip. Negative Strompreise traten 2025 in 573 Stunden auf. Das verschiebt den wirtschaftlichen Hebel von der reinen Einspeisung hin zu Eigenverbrauch, Direktvermarktung und Speichereinsatz. Mit dem Arbeitsentwurf EEG 2027 sind weitere Reformen in Vorbereitung, die das gesamte Förderdesign stärker an Marktsignalen ausrichten sollen.

Erneuerbare Energien als Verbindungsglied zur Landwirtschaft

Für landwirtschaftliche Betriebe sind erneuerbare Energien längst keine externe Branche mehr. Pacht und Umsatzbeteiligung an PV-Anlagen eröffnen ein zusätzliches, planbares Standbein – unabhängig von Witterung, Marktpreisen und Ernteerträgen. Mit Agri-PV kommt eine Form hinzu, die diesen Effekt mit dem Erhalt des Ackerstatus, der GAP-Förderfähigkeit und der erbschaftssteuerlichen Privilegierung verbindet.

Erneuerbare Energien werden so vom abstrakten Klimaschutzthema zum konkreten betriebswirtschaftlichen Faktor – und die Landwirtschaft zu einem der wichtigsten Akteure einer Energiewende, die in der Fläche gewonnen wird.

Häufig gestellte Fragen

Welche Flächen kommen für Agri-PV-Anlagen in Frage?

Grundsätzlich eignen sich die meisten Flächen, auf denen Landwirtschaft betrieben wird. Problematisch sind Flächen in bestimmten Naturschutzgebieten, wie bspw. Vogelschutzgebiet oder Flora-Fauna-Habitat. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Agri-PV Anlage ist je nach Standort, Flächenstruktur und Netzinfrastruktur oft aber erst ab einer bestimmten Flächengröße möglich: Jede landwirtschaftliche Fläche bis 2,5ha in Hofnähe sowie Grünland ab 5 ha und Acker ab 10ha.

Was kann auf der Fläche angebaut werden?

Generell kann die Fläche bei Agri-PV sowohl als Dauergrünland als auch für Ackerbau oder den Anbau von Dauerkulturen genutzt werden. Bei bodennahen nachgeführten Agri-PV-Systemen ist der Anbau von hochwachsenden Pflanzen ab einer Wuchshöhe von 1,50m (z.B. Mais, Sonnenblumen) problematisch, da diese die Module verschatten und somit den Stromertrag reduzieren können.

Kann eine Agri-PV-Anlage auch auf einer Fläche mit Nutztierhaltung gebaut werden?

Grundsätzlich kann Agri-PV auch mit Nutztierhaltung kombiniert werden. Hier bieten sich insbesondere hoch aufgeständerte Solaranlagen sowie nachgeführten Tracker Systemen Module an. Die Anlage und die Nutztierhaltung muss in einem landwirtschaftlichen Gesamtkonzept umgesetzt werden, aus dem ersichtlich ist, dass die Nutztiere von der Anlage profitieren.

Wie breit ist der Bewirtschaftungsstreifen?

Die Breite des Bewirtschaftungsstreifens bei Agri-PV-Anlagen liegt typischerweise zwischen 9 und 12 Metern, abhängig von der Bewirtschaftungsform. Unter den Modulen wird ein 1–2 Meter breiter Biodiversitätsstreifen angelegt, der zur ökologischen Aufwertung dient und als Pufferzone rechts und links zur Modulaufständerung fungiert. Mindestens 9 Meter Arbeitsbreite sind notwendig, um Verschattungen zwischen den Modulreihen zu vermeiden und sicherzustellen, dass gemäß DIN SPEC 91434 auf Ackerflächen mindestens 85 % und auf Grünland mehr als 90 % der Fläche bewirtschaftet werden können. Der Reihenabstand wird so gewählt, dass er sowohl die statischen Anforderungen (z.B.: Windlasten) als auch eine ausreichende Energieerzeugung und eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht.

Inwieweit wird die Nutzung der Fläche für die Landwirtschaft beeinflusst?

Selbstverständlich bringt der Aufbau einer Agri-PV-Anlage gewisse Einschränkungen für die Bearbeitung des Feldes mit sich. Diese sind jedoch aufgrund der individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reihenabstände (i.d.R. 11-14 m; auch größer möglich), die an die Größe der Maschinen angepasst werden können, überschaubar. Zudem bleibt das Vorgewende erhalten mit einer Breite, die individuell mit Ihnen abgestimmt wird.

Wie sind die Auswirkungen einer Agri-PV-Anlage auf den landwirtschaftlichen Ertrag?

Nach derzeitigen Erkenntnissen (v.a. Studien des Frauenhofer ISE und Technologieförderzentrum Bayern) gibt es – je nach Reihenabstand, Feldfrucht und konkreten Wetterbedingungen – z.T. leicht positiven, z.T. leicht negative Auswirkungen auf Menge und Qualität des Ertrags. Hervorzuheben ist jedoch, dass die Vorgaben, die für die gesetzliche Förderung nach dem EEG erfüllt sein müssen (Erzielen von 66 % des landwirtschaftlichen Referenzertrags, s. DIN SPEC 91434), in allen Versuchen unproblematisch erreicht wurden.

Wie trägt die Agri-PV Anlage zur ökologischen Aufwertung der Fläche bei ?

Agri-PV-Anlagen tragen wesentlich zur ökologischen Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen bei. Sie bieten Schutz vor Winderosion, indem die Solarmodule als Barriere wirken und den Boden stabilisieren. Zudem schützen sie vor Extremwetterphänomenen wie Hagel und Starkregen, wodurch Schäden an Erntepflanzen minimiert werden. Die teilweise Beschattung der Pflanzen verhindert Austrocknung, erhöht die Bodenfeuchtigkeit und kann in heißen Sommern zu gesteigerten Erträgen führen. Darüber hinaus erhalten Agri-PV-Anlagen der Fläche eine „Pause“ von intensiver Landwirtschaft, was die Bodengesundheit fördert und die Biodiversität unterstützt.

Welche Genehmigungen sind erforderlich, um Agri-PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zu errichten?

Grundsätzlich lässt sich das sehr klar unterscheiden – je nachdem, ob es sich um eine kleinere privilegierte Agri-PV-Anlage bis ca. 2,5 ha oder um eine großskalige Agri-PV-Anlage handelt:

Kleinere Anlagen bis ca. 2,5 ha (privilegiert nach § 35 Abs. 9 Nr. 1 BauGB):
Diese Anlagen sind planungsrechtlich privilegiert und benötigen daher kein Bauleitplanverfahren gemeinsam mit der Gemeinde. In der Regel reicht ein Bauantrag beim zuständigen Landratsamt.
Wenn die Kriterien Hofnähe, direkt-räumlich funktionaler Zusammenhang zur Hofstelle sowie eine Anlage pro Hofstelle erfüllt sind, ist eine Genehmigung innerhalb von ca. 4 Monaten grundsätzlich möglich.

Große Agri-PV-Anlagen:
Bei größeren Projekten ist der Prozess in der Regel umfangreicher und umfasst häufig ein Bauleitplanverfahren (Flächennutzungsplan/Bebauungsplan) inklusive der dazugehörigen Gutachten und Beteiligungen (z. B. Umweltprüfung, Artenschutz, Fachbehörden, Öffentlichkeit).

Wir übernehmen die Koordination der gesamten Schritte, binden Behörden und Fachgutachter ein und sorgen für eine saubere, prüffähige Dokumentation. Die Dauer variiert entsprechend – von mehreren Monaten (bei kleineren Anlagen, je nach Rahmenbedingungen) bis länger bei großskaligen Projekten. Parallel läuft meist die Klärung der Netzanbindung, die den Zeitplan wesentlich beeinflussen kann.

Wie wird Natur- und Artenschutz bei einem Agri-PV-Projekt berücksichtigt?

Artenschutz und Biodiversität sind fester Bestandteil unserer Projektentwicklung. Wir prüfen frühzeitig, welche Schutzgüter betroffen sein können (z. B. Brutvögel, Feldhamster, Fledermäuse oder Biotope) und stimmen die Vorgehensweise mit den zuständigen Behörden und Gutachtern ab. Wenn nötig, werden Kartierungen über geeignete Zeiträume durchgeführt und konkrete Maßnahmen eingeplant – etwa Schutz- und Rückzugsräume, angepasste Pflegekonzepte oder Bauzeitenregelungen. Ziel ist eine Lösung, die Landwirtschaft und Natur gleichermaßen berücksichtigt.

Wird Boden versiegelt oder die Fläche dauerhaft „verbraucht“?

Nein — Agri-PV ist darauf ausgelegt, die landwirtschaftliche Nutzung zu erhalten und die Fläche jederzeit in den Ursprungszustand zurückzuversetzen. In der Regel werden keine Fundamente gegossen: Die Unterkonstruktion wird gerammt, sodass keine dauerhafte Bodenversiegelung entsteht, sondern nur temporäre und sehr punktuelle Eingriffe (typischerweise < 1 % der Fläche).Die Fläche bleibt weiterhin bewirtschaftbar, und durch angepasste Pflege- und Nutzungskonzepte können je nach Standort sogar positive Effekte entstehen – etwa Bodenschutz, Mikroklima-Vorteile und mehr Biodiversität. Außerdem ist die Anlage grundsätzlich vollständig rückbaubar; das ist vertraglich geregelt.

Warum sind erneuerbare Energien so wichtig?

Sie sind die zentrale Säule des Klimaschutzes im Energiesektor. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen verursacht ihre Nutzung praktisch keine direkten CO₂-Emissionen und sie sind nicht endlich. Damit sind sie der wichtigste Hebel, um die deutschen Klimaziele und Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.

Wie wird der Anteil erneuerbarer Energien gemessen?

Die installierten Leistungen werden vom Netzbetreiber registriert und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur erfasst. Die tatsächliche Stromerzeugung wird kontinuierlich über die Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber gemessen. Verbände wie BDEW und Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer ISE und das Umweltbundesamt werten diese Daten regelmäßig aus.

Welche Ziele hat Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien?

Die Bundesregierung hat verbindlich festgelegt, dass bis 2030 mindestens 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen sollen. Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein – das heißt, die Stromversorgung muss bis dahin praktisch vollständig erneuerbar sein.

Ist Deutschland bei erneuerbaren Energien Vorreiter in Europa?

Ja. Im EU-Vergleich liegt Deutschland mit einem Anteil von rund 55 Prozent erneuerbarem Strom im oberen Mittelfeld. Vorreiter sind Länder wie Dänemark, Schweden, Österreich und Portugal. Deutschland punktet jedoch durch absoluten Zubau und technologische Innovationskraft, insbesondere bei Photovoltaik.

Welche Rolle spielt die Landwirtschaft bei der Energiewende?

Die landwirtschaftlichen Flächen Deutschlands bieten ein erhebliches Potenzial für den weiteren Ausbau – ohne dass Flächen aus der Nahrungsmittelproduktion entzogen werden müssen. Mit Agri-PV lassen sich Stromerzeugung und Bewirtschaftung kombinieren. Das Öko-Institut beziffert das Potenzial besonders geeigneter Flächen auf rund 4,3 Millionen Hektar.

Warum produzieren Agri-PV Anlagen mehr Strom als Freiflächen Solaranlagen ?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen deutlich mehr Strom ("Volllaststunden") als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen. Je nach Standort können problemlos 1.400 kWh/kW im Jahr erzeugt werden.

Warum erreichen Agri-PV Anlagen einen höheren Wert in der Direktvermarktung als Freiflächen Solaranlagen?

Durch die der Sonne folgenden Tracker produzieren Agri-PV Anlagen vermehrt Strom in den Morgen- und Abendstunden. In diesen Zeiten ist der Strombedarf bereits hoch, da die Industrie schon/noch Strom benötigt, während das Stromangebot durch die vor allem nach Süden ausgerichteten Freiflächen- und Dachanlagen noch gering ist. Agri-PV Anlagen können dann stark von den hohen Strompreisen profitieren.

Warum bekommen Agri-PV Anlagen eine höhere EEG-Vergütung als Freiflächen Solaranlagen?

Unter dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) bekommen Agri-PV Anlagen wegen ihrem netzdienlichem und sozialverträglichem Konzept eine höhere Vergütung als konventionelle Freiflächen-PV Anlagen.

Wie lange kann man mit Erträgen rechnen?

Die Pachtverträge für unsere Anlagen laufen mind. 30 Jahre, wobei hier die letzten 10 Jahre durch die in der Regel dann zurückgeführte Finanzierung am ertragreichsten sind. Nach Ablauf der 30 Jahre müssen mit den Flächeneigentümern neue Pachtverträge abgeschlossen werden, damit die Anlage weiter Strom produzieren kann.

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