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Über Feldwerke: Wie wir Landwirtschaft und Energieerzeugung auf derselben Fläche vereinbaren

Über Feldwerke: Wie wir Landwirtschaft und Energieerzeugung auf derselben Fläche vereinbaren

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Auf einem Acker in Oberndorf am Lech wächst Getreide. Über den Feldern drehen sich Solarmodule langsam mit der Sonne von Ost nach West. Darunter fahren Mähdrescher und Traktoren wie vorher auch.

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Genau dieses Bild beschreibt, was Feldwerke macht: Wir bringen Landwirtschaft und Energieerzeugung auf derselben Fläche zusammen – so, dass beide davon profitieren.

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In diesem Beitrag stellen wir uns vor: wer hinter Feldwerke steht, was wir als Projektentwickler genau tun und warum wir überzeugt sind, dass Agri-PV ein fester Bestandteil der Energiewende in Deutschland wird.

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Wer wir sind

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Feldwerke ist ein Agri-PV-Projektentwickler aus München, gegründet im Jahr 2023. Hinter dem Unternehmen stehen die drei Gründer Marco Mielenz, Nicolai Reiners und Nils Kuchenbuch – heute gemeinsam mit einem Team von rund 20 Kolleginnen und Kollegen aus Landwirtschaft, Projektentwicklung, Technik und Energiewirtschaft.

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Gemeinsam wollen wir unseren Beitrag zum Feld der Zukunft leisten. Landwirtinnen und Landwirte sind dabei unsere Partner auf Augenhöhe. Wer bei Feldwerke ein Nutzungskonzept plant, weiß, was eine Fruchtfolge ist, wann geerntet wird und welche Arbeitsbreite eine Spritze braucht.

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Unsere Mission fassen wir so zusammen: Wir erschließen die Kraft des Ackerlands, um grüne europäische Energiesouveränität aufzubauen, Landwirtschaft in eine zukunftsfähige Stärke zu verwandeln und einen lebenswerten Planeten für kommende Generationen zu sichern – ohne Ackerland zu opfern.

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Was wir machen: Agri-PV aus einer Hand

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Agri-PV steht für Agri-Photovoltaik: Solarmodule werden so über und zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen installiert, dass die Fläche weiterhin bewirtschaftet werden kann. Feldwerke begleitet ein solches Projekt über den gesamten Lebenszyklus – mit uns als Ansprechpartner von Anfang bis Ende:

  1. Flächenprüfung: Wir prüfen Lage, Netzanschluss, Planungsrecht und Eignung der Fläche.
  2. Nutzungskonzept und Pachtvertrag: Gemeinsam mit dem Flächeneigentümer und dem Bewirtschafter legen wir fest, wie die Fläche künftig landwirtschaftlich genutzt wird, und schließen einen langfristigen Pachtvertrag über 30 Jahre.
  3. Genehmigung: Wir führen das Genehmigungsverfahren – vom Aufstellungsbeschluss in der Gemeinde bis zur Baugenehmigung. Kleinere, hofnahe Anlagen bis 2,5 ha sind nach § 35 BauGB privilegiert und können in rund vier Monaten genehmigt werden.
  4. Netzanschluss und Bau: Wir sichern den Netzanschluss und steuern den Bau mit erfahrenen Partnern.
  5. Betrieb und Rückbau: Wir begleiten die Anlage im Betrieb. Der Rückbau am Ende der Laufzeit ist vertraglich geregelt und über eine Bürgschaft abgesichert.

Für Landwirte heißt das: Sie bewirtschaften weiter wie gewohnt. Der landwirtschaftliche Status der Fläche, die GAP-Förderung und steuerliche Privilegien bleiben erhalten. Gleichzeitig entsteht ein planbarer Zusatzerlös von bis zu 3.000 € pro Hektar und Jahr – über Jahrzehnte.

Neben Agri-PV planen wir zunehmend Batteriespeicher direkt am Standort unserer Anlagen. Sie nehmen Solarstrom auf, wenn viel erzeugt wird, und geben ihn ab, wenn er gebraucht wird. So entstehen ganzheitliche Energiekonzepte aus einer Hand: Agri-PV und Speicher.

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Wie eine Feldwerke-Anlage aussieht

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Herzstück unserer Anlagen sind nachgeführte 2P-Solar-Tracker. Die Module sind auf einer Achse montiert und folgen der Sonne über den Tag von Ost nach West. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile:

  • Volle Bewirtschaftung: Zwischen den Reihen liegen 9 bis 12 Meter Arbeitsbreite, die Durchfahrtshöhe beträgt 2,80 bis 3,50 Meter. Mindestens 85 % der Fläche bleiben gemäß DIN SPEC 91434 landwirtschaftlich nutzbar.
  • Kein Zaun: Unser Tracker-Konzept kommt ohne Umzäunung aus. Der offene Charakter der Landschaft bleibt erhalten.
  • Mehr Strom zur richtigen Zeit: Tracker erzeugen im Vergleich zu südausgerichteter Freiflächen-PV 20 bis 30 % mehr Volllaststunden – und das vor allem morgens und abends, wenn Strom besonders gebraucht wird.
  • Mehr Artenvielfalt: Unter den Modulreihen legen wir Blühstreifen an, die Insekten und Vögeln Lebensraum bieten.

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Warum Agri-PV zukunftsweisend ist

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Deutschland braucht in den kommenden Jahren deutlich mehr Solarstrom. Gleichzeitig ist Ackerland begrenzt und wertvoll – für die Lebensmittelversorgung ebenso wie für die Höfe, die es bewirtschaften. Agri-PV löst diesen scheinbaren Widerspruch auf.

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Doppelte Nutzung statt Flächenkonkurrenz. Auf derselben Fläche werden Lebensmittel und Energie erzeugt. Ackerland bleibt Ackerland.

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Netzverträglicher Strom. Weil Tracker-Anlagen ihre Erzeugung über den Tag verteilen, entlasten sie das Stromnetz in der Mittagsspitze. In Kombination mit Batteriespeichern wird Solarstrom noch flexibler nutzbar.

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Stabile Höfe. Langfristige Pachteinnahmen schaffen für landwirtschaftliche Betriebe ein zweites Standbein – unabhängig von Ernte, Wetter und Marktpreisen.

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Lokale Wertschöpfung und Akzeptanz. Agri-PV erzeugt Strom dort, wo Menschen leben und arbeiten. Gemeinden können sich beteiligen, und weil die Landwirtschaft sichtbar weitergeht, stoßen unsere Projekte vor Ort auf breite Zustimmung.

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Energiesouveränität. Jede Kilowattstunde aus heimischem Ackerland ersetzt importierte Energie und macht das europäische Energiesystem unabhängiger und widerstandsfähiger.

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Unsere Projekte

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Oberndorf am Lech – die größte Agri-PV-Anlage Süddeutschlands in Betrieb

Im Landkreis Donau-Ries haben wir auf rund 28 Hektar eine Agri-PV-Anlage mit etwa 17 MW realisiert. Vom Aufstellungsbeschluss bis zur Baugenehmigung vergingen nur sechs Monate – bei klassischer Freiflächen-PV sind zwei bis drei Jahre üblich. Nach dem Spatenstich im August 2025 ging die Anlage Anfang 2026 in Betrieb und wurde im März 2026 offiziell eingeweiht. Rund 90 % der Fläche bleiben landwirtschaftlich genutzt – bewirtschaftet von einem biologischen und einem konventionellen Betrieb, die in diesem Jahr bereits ihre erste Ernte zwischen den Modulreihen eingefahren haben.

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Zur Einweihung kam Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und bezeichnete die Anlage als „weiteres Leuchtturmprojekt im Solarenergie-Spitzenland Bayern“. Umgesetzt haben wir das Projekt gemeinsam mit MaxSolar (Planung und Bau) und clearvise AG (Betrieb).

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Gramschatz – die größte Agri-PV-Anlage Frankens

Bei Würzburg haben wir auf rund 26 Hektar eine Anlage mit etwa 17 MW realisiert. Nach dem Spatenstich im Mai 2026 ist sie inzwischen am Netz und erzeugt jährlich rund 22 GWh Strom – genug für etwa 6.000 Haushalte. Das Projekt zeigt, wie Agri-PV vor Ort Partnerschaften schafft: Beteiligt sind mehr als zehn Flächeneigentümer und drei Landwirte aus der Region. Die Gemeinde ist über zwei eigene Wechselrichter direkt beteiligt. Mindestens 85 % der Fläche bleiben landwirtschaftlich genutzt, ein Zaun ist nicht nötig.

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Weitere Projekte

Insgesamt sind heute 40 MW in Betrieb, weitere rund 50 Projekte mit mehr als 400 MW befinden sich in der Entwicklung – vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, zunehmend aber auch darüber hinaus. Dazu gehören zum Beispiel Projekte in Pilsting, Bruchsal und Barby. Dass Agri-PV auch im Kleinen funktioniert, zeigt unsere hofnahe Anlage in Pittenhart im Landkreis Traunstein: rund 2,3 MW auf 2,5 Hektar Grünland, auf dem künftig Ochsen weiden.

Für unsere Arbeit wurden wir vom Bayerischen Wirtschaftsministerium als Gestalter im „Team Energiewende Bayern“ ausgezeichnet.

Alle Referenzprojekte von Feldwerke ansehen

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Kurz notiert: Finanzierung für die nächste Wachstumsphase

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Im Mai 2026 haben wir eine revolvierende Kreditlinie über 12 Millionen Euro von einem Fremdkapitalfonds mit Fokus auf erneuerbare Energien abgeschlossen. Sie ermöglicht es uns, mehrere Projekte parallel umzusetzen und ein Agri-PV-Portfolio von rund 100 MW innerhalb von etwa 18 Monaten aufzubauen. Für uns ist die Finanzierung vor allem ein Signal: Agri-PV ist als zukunftsfähige Form der Flächennutzung auch bei institutionellen Kapitalgebern angekommen.

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Unser Ziel: 1 GW Agri-PV bis 2030

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Bis 2030 wollen wir mindestens 1 Gigawatt Agri-PV realisieren – ergänzt um Batteriespeicher an unseren Standorten. Das ist ambitioniert. Aber die ersten Anlagen zeigen, dass es funktioniert: schnelle Genehmigungen, breite Unterstützung in den Gemeinden und Felder, die weiter Getreide tragen.

Wir glauben daran, dass das Feld der Zukunft beides kann: Lebensmittel und Energie. Und wir freuen uns darauf, es gemeinsam mit Landwirten, Flächeneigentümern und Gemeinden zu gestalten.

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